Ach, du auch?

Zur Zeit hat man das Gefühl, alle Welt ist am aufräumen, ausmisten, simplify your life, Ballast abwerfen und die eigene Wohnung von nutzlosem Klimbim zu befreien, um dann minimalistisch zu wohnen…

M. K. mit ihrem Aufräum- Wahn ist mit Ihrer Methode in aller Munde und hat jetzt auch schon einen Youtube- Kanal!
Ich werde mit Sicherheit nicht meine gut gefalteten und zusammengelegten Klamotten aus den Schränken reißen und alles in die Zimmermitte schmeißen. Ich weiß genau, was sich in meinem Schrank befindet und weiß auch, warum ich bestimmte Kleidungsstücke behalte, obwohl sie vielleicht lange nicht getragen wurden! Ich mach es nach der alten Methode: Sommersachen im Frühjahr nach vorn holen- dabei ausmisten. Im Herbst Wintersachen nach vorne holen- dabei ausmisten. Seit Jahren fahren wir somit 2x zur Diakonie und zum Altkleidercontainer (manchmal eben auch Mülleimer, wenn kaputt).

Natürlich sind der beste Ehemann und ich auch immer mal am Ausmisten und verschenken, verkaufen etc. Das ist doch ganz normal, wenn man nicht in seinem Haus/seiner Wohnung „vermüllen“ möchte, oder?

Außerdem haben wir schon seit Jahren öfter mal Sachen an die Straße gestellt, weil verkaufen einfach zu lästig ist (siehe hier aus 2016).

Das ist wohl so wie mit dem „Waldbaden“. Auch so eine „neue Erfindung“ des 21. Jahrhunderts. Gib dem Ding einen neuen Namen und du bist voll hipp 😉

Die Frage ist nur, warum dem Ehemann sowas nicht eher einfällt und er damit reich wird? Gute Ideen hat er ja (im Gegensatz zu mir), leider setzt er sie dann nicht um, wie hier beschrieben. Obwohl ich gerade bezweifle, dass der Toaster jetzt ein Verkaufsschlager geworden ist?

Also, falls jemand fragt: nein, ich will keinen Ballast loswerden, nicht aufräumen und schon gar nicht minimalistisch Wohnen (welch eine schreckliche Vorstellung!).