Drunter, drüber und durch (Weser)

Oder: ein kleiner Reisebericht

04.08.
Elsfleth
Reise beginnt gemütlich, nur 2,5 Std Fahrt, dann ab an den Steg und genießen 😎⛱
Wenn man schon vorher wüsste, wie die Reise endet, wie würde man entscheiden?
Ich bin gespannt auf diese Reise!
ElsflethII_Fotor Elsfleth_Fotor05.08.
(Weser durch)
Nur Brake erreicht…
Auf der Weser kein Schub mehr😳
Nette Segler schleppten uns an den städtischen Steg, kein Strom, kein Wc!
Brake II_Fotor Brake_Fotor Reparatur war eine lose Schraube (also nicht „die Schraube “ )😏…
Was passiert morgen?

06.08.
Bremerhaven
Endlich unser Zwischenziel erreicht 😋
Morgens um 0715 nur eine Katzenwäsche und einen Kaffee, Motor an und los. Sonne scheint, allein auf der Weser…
Der beste Ehemann sieht alle 30 Minuten nach „der fiesen Schraube“ – hält! Bei Nordeham frischt der Wind auf, daher keiner unterwegs? Bremerhaven in Sicht, puh! Schleuse wartet schon auf uns😊 Jaich- Marina, wie schön!
Erst mal frühstücken, dann duschen, ja, das ist Urlaub ⛱
Mittlerweile ist es so windig, dass keiner den Hafen verlässt…
BHV_Fotor07.08.
Papa hat Geburtstag!
Heimathafen! Mit dem Zug (Zugbrücke =Weser drüber), da Boot kaputt 😩 Ersatzteil liegt zu Hause… Zum Glück diesmal im Hafen gemerkt!
Nachmittags dann mit dem Bus (Wesersprinter) wieder nach BHV, durch die schöne Wesermarsch (durch den Wesertunnel= Weser drunter) mit Störchen und Reihern und Rehen am Wegesrand…

08.08.
Bremerhaven
Während der Ehemann das Boot repariert, gehe ich schoppen (und etwas Sightseeing)
BHV4_Fotor09.08.
Bremerhaven
Es regnet und regnet, was tun? In die Geeste? Nach Hause? Ins Klimahaus und morgen neu entscheiden?
Die Entscheidung heißt: Entspannung an Bord und morgen Richtung Heimat, denn die Wetterprognose ist mehr als bescheiden

10.09.
Elsfleth
Die Wetterbedingungen sind bescheiden, aber für die nächsten Tage noch extremer vorhergesagt!
Wir müssen unserer Pepino vertrauen.
Ein Steg- Nachbar will auch in unsere Richtung! Er erklärt sich bereit, mit uns raus zu schleusen und die erste Stunde zu begleiten (wegen unserer Unsicherheit das Boot betreffend). Sehr nett, leider haben wir gar nicht nach dem Namen gefragt um uns mal zu bedanken…

Zu unserer Beruhigung übt die Küstenwache in unserer Nähe!

Zu unserer Beruhigung übt die Küstenwache in unserer Nähe!

In Elsfleth angekommen, hat der Ehemann perfekt angelegt, obwohl es wegen der Strömung nicht die Schokoladen-Seite war

11.08.
Heimathafen
Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, als es Nachmittags in Elsfleth los geht. Ich möchte ablegen und zu Hause anlegen 😬
Hat geklappt, am letzten Tag war ich Kapitän 🐬

IMG_8354_Fotor


Seine Route sinnvoll planen

Ob mit dem Rad,  Auto oder mit dem Boot: es ist immer sinnvoll, seine Route zu planen. Da wir ja nun zu den Bootsfahrern gehören, haben wir einiges an Literatur erworben.

Empfehlen möchte ich dieses Buch:
Vom Rhein zur Nord- und Ostsee (Foto-Mitte)
von Manfred Fenzl
2016-0608 14_Fotor 2016-06-08 14_Fotor

Es beschreibt sehr ausführliche Flüsse und Kanäle mit Angaben zu den Fluss-Kilometern, Funkkanälen, Brücken-Öffnungszeiten, Ausstattung der Häfen etc. Leider fehlen manchmal Details. Zum Beispiel Brückendurchfahrtshöhen- es stellte sich erst beim Nähern an die Brücken raus, dass sie so hoch waren, dass diese Angabe unerheblich war.
Die Hinweise zu den einzelnen Liegeplätzen waren Ausschlag gebend, ob wir dort übernachten. Fotos sind auch immer hilfreich 🙂
Die Angaben zu den Schleusen waren immer korrekt, was uns zunehmnd beruhigt hat 😉

Das Buch hat uns gut durch unbekannte Gewässer geführt!


Ein Boot, zwei Männer und ich

Am Samstag sind wir von unserem Sohn mit dem Auto früh morgens (gähn) nach Minden gebracht worden.
Dort wartete ein Boot auf uns und seinen Eigner, damit es „nach Hause“ geholt werden konnte. 2016-05-28 09_FotorDie Wettervorhersage war nicht so toll, aber das kann ja bekanntlich einen Seemann nicht erschüttern 🙂
Es wurde ein ziemlich warmer, teils sehr sonniger Tag und die vorhergesagten Gewitter und Regenschauer blieben einfach aus!
2016-05-28 10_Fotor Wir fuhren die Weser Kilometer um Kilometer runter, schafften 6 Schleusen an diesem Tag. Wir haben erstaunt festgestellt, wie viele Fischreiher, Schwan-Paare und andere Vögel an der Weser leben. Sehr schön anzuschauen, wenn diese Vögel auf Beutefang gehen oder aus dem Wasser heraus los fliegen…
2016-05-20_FotorFast im Dunkeln, nach 10 Stunden, erreichten wir den Sportboothafen Achim.
Vorher gab es einen grandiosen Sonnenuntergang, den ich leider nicht fotografieren konnte, weil ich am Steuer stand.
Leider wollte man uns im dortigen Bootshaus kein Essen anbieten- geschlossene Gesellschaft! Somit mussten wir uns an Bord eine Brotzeit bereiten, die dann auch sehr lecker und gemütlich war.
Am nächsten Morgen ging es recht früh weiter Richtung Bremen. Es war so früh am morgen und wolkenverhangen, dass ich nicht mal Lust zum Fotografieren hatte.
Da wir zum Hand anlegen mit an Bord waren ist das Fotografieren sowieso an diesem Wochenende zu kurz gekommen…
In Bremen kam dann die letzte Schleuse, die spannender weise auch noch mit Knopfdruck selbst bedient werden musste.
Mit diesem Wochenende kann ich nun sagen, dass ich  schon so oft geschleust habe, dass man es nicht mehr an zwei Händen ablesen kann 😉
2016-05-28 19_FotorJa, erfahrene Bootsfahrer werden jetzt abwinken, aber für mich war das alles sehr lehrreich! Und ich durfte ein echt großes Schiff steuern, klasse!
Leider wurde ab Bremen das Wetter schlechter, aber die Laune nicht.
In Elsfleth haben wir Pause gemacht und uns eine wohlverdiente Mahlzeit geholt.
Zufällig lag in Elsfleth das Feuerschiff Elbe 1 und es war ein maritimes Fest am Laufen… sehr nett!
2016-05-29 12_Fotor
Erschöpft aber glücklich konnten wir dann am späten Nachmittag im Heimathafen festmachen- ohne Regen.


Hör mal du Eselpoppender Kackefresser…

Es ist ja eigentlich so, dass man immer das gleiche kocht. Im mehr oder weniger zufälligem Rotationsverfahren werden immer wieder die gleichen Rezepte daheim verkocht, ab und zu in kleiner Variation. Eigentlich wie die Musik im Radio. Also hab ich beim letzten Einkauf mal geguckt, was mich inspirieren könnte, nicht immer das Gleiche. Letztendlich waren es Hähnchenbrustfilets und BBQ-Sosse. Komisch? Ist aber so. Mal was anderes. Die im Geiste schon servierten Kartoffeln habe ich leider beim Einkauf vergessen.

Das Filet wurde Sonntag Abend zu Streifen geschnibbelt und mit der Sosse sowie einer kleingeschnittenen Ziebel verrührt. Dann kam alles in den Kühlschrank bis zum nächsten Tag, damit es gut durchziehen konnte. Montag Abend stellte ich eine Pfanne auf den Herd, heizte sie gut an und rakte die Mischung dort rein, das alles wurde bei grosser Hitze gut angegart. Für die letzten paar Minuten kamen noch Kidney-Bohnen hinzu, wegen dem Gemüse und (vor allem) wegen der Farbe. Wegen der vergessenen Kartoffeln habe ich dann das immer auf Reserve liegende Pürree angerührt und die Jungs zum Essen gerufen. Wir waren also zu dritt: Die beiden Jungs und ich.

Mengen, die „verkocht“ wurden:

  • 600 Gramm (!) Hähnchenfleisch
  • Eine Flasche BBQ-Sosse (ja, Sauce)
  • eine etwas ziemlich mehr als Eigrosse Zwiebel
  • Eine Dose Kidney-Bohnen
  • zwei Beutel Kartoffelpürree (ein Liter Wasser plus 400ml Milch)

So sassen wir da und genossen das Mahl, Pfanne und Kumme auf dem Tisch, und als eigentlich alle satt waren, da sagte Pieth „Ich esse nun den Rest, OK?“. Keiner hatte da was gegen…. ausser die Mutter, welche eine Stunde später vom Pilates heim kam und doch recht Hunger hatte. „Habt ihr mir nix übergelassen???? Ich hätte das auch gern probiert!“. Sohn Nr.2 reagierte fast spontan mit der Aussage: „Sei froh, das schmeckte gar nicht“ (was natürlich sofort als recht schmale Notlüge entlarvt wurde).

Was lernen wir daraus? Essen kochen kann so spannend sein wie Blog-lesen!
Und was hält die Familienoberhauptin davon?

Frag Hasi!

In diesem Sinne:
Herzlichen Glückwunsch zu 200 Blog-Einträgen wünscht der Hasi-Mann

(Der Titel dieses Beitrages hat natürlich nix mit dem Inhalt zu tun und dient nur dem SEO, ausserdem ist er ein guter Eye-Catcher)

(Und der ganze Text dient nur den Stichwörtern, um auf diverse Beiträge in diesem Blog verlinken zu können. Klickt euch einfach mal durch)


Respekt Bremen

Nee, es geht hier sicher nicht um Fußball… 🙂

Bisher war Bremen für mich nur die „hässliche“ Konkurrenz zu meiner Heimatstadt.
An diesem Wochenende hat sich die Stadt von seiner besten Seite gezeigt. Es war maritime Woche!
DSCI0070
Mit dem Motorboot sind wir die Hunte hoch, auf die Weser und ab an die „Schlachte“ in Bremen.
Der Anleger vor der Stephani- Kirche (auch Marina genannt) war schon voller Boote, aber wir durften auch noch fest machen 🙂
Viele nette Skipper lagen dort mit ihren fetten Booten…
An Land gab es maritime Stände und Fress- und Bierbuden.
Abends haben wir an einer Lichterfahrt mit über 150 anderen Booten teilgenommen, danach gab es ein Feuerwerk.
DSCI0039
Am Samstag weckte uns ein Regenschauer, aber das kann ja bekanntlich einen Seemann nicht erschüttern. Gegen mittag klarte es auf und nachmittags gab es noch eine Schiffs-Parade.
DSCI0027

 

 

DSCI0085

 

 

 

 

Das war klasse, auf den Brücken und am Ufer standen wieder 1000e Zuschauer und das Wasser brodelte durch die Bootsmotoren!
DSCI0061

Abends gab es ein noch größeres Feuerwerk als am Vorabend…
Alle Bremer (allen voran der Hafenmeister der Marina) schienen total entspannt!
Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei 🙂