Bomben-Stimmung auf der maritimen Woche Bremen

Auf dem Weg nach Bremen auf der Weser erreichte uns Freitag Nachmittag die Nachricht, Bremen und die Weser seien gesperrt auf Grund eines Bombenfundes!
Sowas… unglaublich! Wir sind weiter gefahren, denn zurück war keine Option. Auf der Weser kamen uns keine Schiffe mehr entgegen. Wir setzten erst mal das Großsegel. Trotz weing Wind brachte das etwas mehr an Fahrt.
Da unser Anleger vor der Stephanie- Brücke liegt, konnten wir ganz gemütlich anlegen. Auf Grund der Warnung waren kaum Schiffe dort.
Man denkt natürlich sofort an einen Anschlag bei den Worten „Bomben-Fund“, aber es war eine Flieger- Bombe aus dem 2. Weltkrieg, die auf einer Baustelle zu Tage kam.

Kurz vor Beginn der Schiffsparade wurde die Stephanie-Brücke gesperrt und die Leute auf den Booten wurden gebeten, während der Sprengung unter Deck zu bleiben. Wir mussten aber ja noch von unserem Steg auf die andere Seite der Weser zu unseren Freunden, auf deren Booten wir mitfahren wollten.An der Brücke wurden wir von der Polizei abgewiesen. Also weiter laufen und zur nächsten Brücke. Endlich die Weser überquert, war der Weg zum Anleger ebenfalls von Polizei abgeriegelt. Es hat einiges an Überredungskunst gebraucht, aber wir durften durch!
Am Steg war eine merkwürdige Stimmung. Auf den Straßen fuhren keine Autos, auch die Bahnstrecke war gesperrt. Eine Großstadt ohne Verkehr, auch mal schön…
Selbst auf der Weser fuhr kein Schiff, kein Boot.
Wir lauschten auf den Booten den Durchsagen am Funkgerät und warteten brav an Bord.
Erst gab es einen Knall und das hieß wohl, dass nun die Bergung/Sprengung los gehen sollte.
Alle blieben brav wo sie waren, von manchen Booten hörte man Musik… langsam ging die Sonne unter… Dann ein zweiter Knall und die erlösende Durchsage über Funk, dass die Lichter-Fahrt nun starten darf.
Da ging das Gewusel los, Leinen loswerfen und die Päckchen der Boote auflösen. Jeder suchte in der Parade seinen zugewiesenen Platz.
Dieses mal hatte ich keinen Fotoapparat dabei, Seegang und Bier, da wollte ich lieber nichts riskieren 🙂

Die Fahrt war super, mein Gastgeber (St Pauli) hatte sichtlich Spaß. Es sah echt beeindruckend aus, wie die Boote in der Dunkelheit (zum großen Teil sehr charmant geschmückt) auf der Weser bei langsamer Fahrt an der Schlachte vorbei zogen.
Besonders schön finde ich jedes Jahr, dass kleine und große Boote (gefühlt etwas chaotisch) auf der Weser rumfahren und alle aufeinander Rücksicht nehmen und aufpassen.
Das Anlegen in der Dunkelheit klappt auch jedes Jahr ohne nennenswerte Unfälle, weil alle mithelfen. Es ist gar nicht so einfach, bei dem Lichtermeer am Ufer seinen Steg wiederzufinden!

Als alle Boote wieder sicher am Anleger lagen gab es ein großartiges Feuerwerk.

Das Wetter spielte dieses Jahr auch wieder mit. Am nächsten Morgen haben wir ausgiebig gefrühstückt. Selbst unser Boot hatten wir etwas geschmückt:
Nachmittags fand eine weitere Schiffs-Parade statt. Ich durfte auf der Scalar mitfahren in lustiger Gesellschaft 🙂

Da jeder mal Hunger bekommt und Essen muss, wurde ein Skipper-Abend auf der Weserstolz angeboten. Dort gab es ein leckeres Buffet und Live-Musik auf dem Deck.

Alles in Allem kann man wieder sagen, dass die Leute von der LMB-Marina und CityInitiative Bremen eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben!

An unserem Anleger vom Yachtclub Bremen hat es uns auch gut gefallen. Wir sind freundlich aufgenommen worden und lagen dort etwas ruhiger als auf der anderen Uferseite 😉


Kohlfahrt auf der Weser

Mit ein paar Freunden haben wir auf der Oceana ein Kohlparty auf der Weser gefeiert!
Los ging es an unserem Bahnhof, von dort mit dem Zug nach Bremen.
Ein Fußweg von 15 Minuten war schnell erledigt, das Wetter war auf unserer Seite, zwar kalt aber schön.
An der Schlachte angekommen lag neben der Alexander von Humbold unser Ausflugsschiff, die Oceana von der Reederei hal över.
Wir waren über-pünktlich und konnten so noch ein schnelles Bier auf der Alex trinken;-)
Um 18:00 Uhr wurden wir an Bord der Oceana gelassen und um 18:15 Uhr wurde abgeleget. Der DJ begrüßte uns und dann ging die Party los. Essen war super, Service war super und für uns Motorbootfahrer (und der einen Segler-Familie) war das eine fast schon zu ruhige Fahrt auf einer spiegelglatten Weser 😉
Da konnte wirklich keiner seekrank werden!
Im Bug des Schiffes (für Landratten: vorne) gab es einen schicken Salon, in dem durfte geraucht werden. Dort hörte man auch das schöne Brummen der Motoren.
5 Stunden dauerte die Fahrt, bis nach Vegesack und zurück. Ab und zu sind wir mal an Deck um die Aussicht zu genießen (und die frische Luft), aber es war doch noch recht kalt.
Ein Kohl-Königspaar haben wir auch noch schnell auf Anraten des DJ gewählt: Herzlichen Glückwunsch Carmen und Klaus!
Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten ging es schnellen Schrittes zurück zum Bahnhof und nach Hause (war es wirklich der letzte Zug? Ich habe nicht mehr drauf geachtet..)

So eine Kohl-Party auf der Weser kann man weiter empfehlen, es wird garantiert keiner seekrank und macht richtig Spaß!


Maritime Woche Bremen

Wow, was für ein Wochenende!
Unseres begann bereits Donnerstag 🙂
Letztes Jahr waren wir mit unserem Boot (welches damals noch gar nicht unseres war) das erste mal bei der Maritimen Woche.
Wir sind schwer beeindruckt nach Hause gekommen und haben unsere Pepino gekauft 🙂
Eigentlich wollten wir dieses Jahr Freitag ganz früh mit einem zweiten Boot gemeinsam aufbrechen und haben daher schon Donnerstag an Bord geschlafen. Leider waren das 2.Boot und sein Eigner in schlechter Verfassung und so mussten wir in aller Herr-Gotts-Früh allein starten. Es war mit der Tide schon recht knapp und kurz vor Elsfleth kam uns das auflaufende Wasser schon entgegen.

Hunte 08:30 Uhr

Hunte 08:30 Uhr

Diesmal ist alles gut gegangen und gegen Mittag konnten wir am total überfüllten LMB-Anleger in Bremen anlegen. Wir lagen wieder längs der Mia in zweiter Reihe. Josef (der Eigner) hatte schon Ausschau nach uns gehalten…
in diesem Jahr war wieder alles super durchgeplant von den Veranstaltern, allerdings sind Sportboot-Fahrer ein Völkchen für sich und ich bewundere die Geduld der Mannschaft vom Steg 😉
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Abends gabs eine schöne Lampion-Fahrt der Sportboote und anschließend ein großes Feuerwerk. Bis in die Puppen wurde auf einigen Booten gefeiert!unterg_fotorsonne_fotor sonne2_fotor Am Samstag Morgen regnete es ein wenig, aber bis wir (endlich) zu Ende gefrühstückt hatten (mit gratis Brötchen von der LMB-Marina), kam die Sonne raus.
Am Nachmittag gab es eine weitere Schiffs-Parade, allerdings zum grossen Teil ohne uns!pepi2_fotor Seit wir unsere kleine See-Gurke haben, macht der Gashebel Probleme und der Ehemann hatte  keine Lust auf Dauer-Halten des Hebels bei geringen Geschwindigkeiten(ich natürlich auch nicht!). Bei Marschfahrt ist das kein Problem, aber wenn man so im Konvoi rumschippert und ständig nur halbe Fahrt und weniger machen kann, dann geht das nicht gut.

Huch, was schwimmt da denn?

Huch, was schwimmt da denn?

So bogen wir wieder ab, legten an und verfolgten wir die Parade vom Steg, auch mal nett. Auf dem Vordeck sitzend mit lecker Getränk in der Hand 🙂pepi_fotor Abends gab es Labskaus-Essen auf der De Liefde. delifde_fotorDas Essen war hervorragend. Allerdings waren wir doch sehr müde und sind früh in die Koje gefallen…kette_fotor
Am Sonntag ging es dann (auf Grund der Tide) recht früh nach Hause, nicht ohne obligatorischen Zwischenstopp in Elsfleth. Diesmal ganz freiwillig! Und als wir da zum Essen lagen kam nach und nach (gefühlt) der halbe OYC die Hunte rauf und alle winkten uns fröhlich zu. Wir haben dann noch gemütlich in zwei Stunden den Rest des Weges hinter uns gebracht, die Höhe unter Eisenbahnbrücke (3,80m) und Cäcilienbrücke (3,0m) war für uns auch kein Problem (für andere, hohe Boote durchaus) und so lagen wir um 15:00 wieder an unserem Heimat-Liegeplatz und genossen ein Anlegebier.
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Prost Neujahr!

Also das war ein Silvester nach meinem Geschmack!
Es kommt unter die Top 3 meiner bisherigen Silvester-Tage 🙂

Wir sind am 31.12. um 11.00Uhr in Oldenburg mit 4 Booten Richtung Bremen gefahren.
Erst regnete es noch ein wenig, aber ab Autobahnbrücke wurde es trocken und in Bremen kam sogar etwas Sonnenschein, was will man mehr?
DSCI0305_FotorDer Steg in der Nähe der Schlachte war nur für uns geöffnet worden und wir hatten einen zentrumsnahen Liegeplatz.
DSCI0309_Fotor Leider war der Holzsteg (witterungsbedingt) sehr glatt, sodass wir gaaanz vorsichtig und laaaangsam drüber schlichen… Als es dunkel wurde, haben wir uns in das Kabuff auf dem Steg gedrängelt und später den Grill angeschmissen. Nach und nach wurden Petrolium-Öfen, Decken und Handschuhe von den Booten geholt…

Jeder hat etwas von zu Hause zu Essen mitgebracht und so konnten wir lecker schmausen.

Schon mit Einsetzen der Dunkelheit begann es um uns herum zu Knallen und vereinzelt stiegen Raketen in den Himmel.

Irgendwann fuhren 2 vollbesetzte Party-Schiffe an uns vorbei, die um Mitternacht wieder zurückkehrten.

Die Bremer spinnen auch ein bischen, oder?
Welche Mengen an Raketen schon ab 23:00 Uhr in die Luft geschossen wurden! Um Mitternacht war der ganze Himmel über der Weser erleuchtet von einem Dauer-Feuerwerk. Auf den Brücken standen viele Menschen und sahen sich ebenfalls das Spektakel an oder beschossen uns mit ihren Raketen 😉

Es war echt beeindruckend!

Gegen 1:30 Uhr war die Kälte dann doch bis durch die Klamotten gezogen und da es am nächsten Tag ja schon „früh“ wieder zurück gehen sollte, verkrochen wir uns nach und nach in die Kojen.

Zum Glück ist unsere Pepino mit einer Gasheizung ausgestattet, es war muckelig warm an Bord.

Am nächsten Morgen wurde gefrühstückt und wir machten uns auf den Rückweg.
IMG_6287_Fotor Im Gegensatz zum vorhergesagten Wetter hatten wir einen richtig schönen Tag! An Weser- und Hunte-Ufer waren viele Leute auf ihren Neujahrs-Spaziergängen.
IMG_6309_FotorZurück im Heimathafen haben wir mit dem letzten Tageslicht angelgt. Ich muss uns auch mal loben: ein perfektes Anlege-Manöver, leider unbemerkt von anderen 🙂
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Respekt Bremen

Nee, es geht hier sicher nicht um Fußball… 🙂

Bisher war Bremen für mich nur die „hässliche“ Konkurrenz zu meiner Heimatstadt.
An diesem Wochenende hat sich die Stadt von seiner besten Seite gezeigt. Es war maritime Woche!
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Mit dem Motorboot sind wir die Hunte hoch, auf die Weser und ab an die „Schlachte“ in Bremen.
Der Anleger vor der Stephani- Kirche (auch Marina genannt) war schon voller Boote, aber wir durften auch noch fest machen 🙂
Viele nette Skipper lagen dort mit ihren fetten Booten…
An Land gab es maritime Stände und Fress- und Bierbuden.
Abends haben wir an einer Lichterfahrt mit über 150 anderen Booten teilgenommen, danach gab es ein Feuerwerk.
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Am Samstag weckte uns ein Regenschauer, aber das kann ja bekanntlich einen Seemann nicht erschüttern. Gegen mittag klarte es auf und nachmittags gab es noch eine Schiffs-Parade.
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Das war klasse, auf den Brücken und am Ufer standen wieder 1000e Zuschauer und das Wasser brodelte durch die Bootsmotoren!
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Abends gab es ein noch größeres Feuerwerk als am Vorabend…
Alle Bremer (allen voran der Hafenmeister der Marina) schienen total entspannt!
Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei 🙂