Auf der Suche nach dem Mond

Am Freitag wurde eine besondere MoFi vorhergesagt.
Wir waren gespannt auf das Ereignis und freuten uns schon auf ein grandioses Schauspiel am Himmel über dem Hooksmeer.
Wir hatten vorher so grob gelesen, in welche Himmelsrichtung wir zu gucken hatten und zu welcher Uhrzeit. Also schwangen wir uns recht zeitig auf unsere Klappräder und fuhren von unserem Liegeplatz zur Schleuse. Denn nach unseren Berechnungen war der Mond auf gar keinen Fall von unserem Boot aus zu sehen.

Bei der Schleuse angekommen, merkte man bald, dass noch viele andere die gleiche Idee hatten. Es standen so viele Autos auf dem Parkplatz wie sonst bei sonntäglichem Sonnenschein und 27 Grad. Auf dem Deich hatten sich bereits Fotografen mit ihrem Mega-Zoom-Objektiven und Stativen positioniert.

Wir hatten uns zum Glück etwas zu trinken mitgenommen und saßen auf den noch Sonnen-warmen Steinen an der Mole. Es wurde langsam dunkler und es war eine gute Stimmung an der Schleuse.

Nur der Mond kam irgendwie nicht…

Es war zum Glück eine wunderschöne laue Sommernacht, nur eben ohne Mond.

Gegen 23:00 Uhr entschieden wir uns dann, mit dem letzten Licht zurück zu strampeln, immerhin 19 Minuten Fahrt durch den dunklen Wald…
Als wir aus dem kleinen Wäldchen auf unsere Bucht zufuhren war er dann plötzlich doch da, der alte Gauner!
Von unserem Boot aus hatten wir einen fantastischen Blick auf einen blutroten Vollmond und kurz da drunter leuchtete der Mars!

Leider schaukelte es an Bord und einige Masten waren im Weg, so dass ich auf ein Foto verzichtet habe 🙂

Als wir uns kurz dem Mond abwandten und Richtung NordNordOst blickten, vermuteten wir am Himmel auch noch die ISS zu sehen. Sicher sind wir uns nicht, aber die Uhrzeit passte und der helle Punkt war nur kurz auszumachen, wer weiß?