Durst ist schlimmer als Heimweh

Das sagt mein Vater dauernd…

Aber noch schlimmer ist Fernweh! Das kennen meine Eltern auch, sie können ja kaum noch das Haus verlassen und waren immer so gerne auf Reisen!

Der beste Ehemann und ich würden lieber heute als morgen die Leinen unserer Swantje los schmeissen und auf und davon segeln 🙂

Swantje

Es sollte nur vorher einiges geklärt sein und geregelt werden und da liegt der Hase begraben…

Aber wir arbeiten da dran!

Resümee 2022 Halbzeit

Was für ein verrücktes Jahr!

Nachdem wir 2021 so eine schöne Auszeit auf unserer Slocum in der Ostsee hatten, war 2022 zu Anfang gar nicht schön! Meinen Eltern ging es schlecht, ich war dauer-gestresst und dazu hatten wir uns ab November 21 noch für die Ausbildung für den SKS entschieden. Holgers Freund starb an einem scheiß Hirntumor. Alles etwas viel… Wetter war scheiße: kalt nass und ohne Schnee. Gefühlt immer dunkel. Durch Corona-Maßnahmen blieb auch sonst vieles „dunkel“.

Aber es besserte sich, als ich meine „Fuffi“ fand. Die Vorfreude auf den Sommer kam.

Der erste Segeltörn des Jahres war herausfordernd aber super schön (Überführung der Blue Cruise Ende März).

Ostern war endlich das Wetter traumhaft und wir lagen mit Corona im Bett! Aber gleich im Anschluss meisterten wir die Theorie-Prüfung zum SKS und es wurde auch wieder mit meinen Eltern leichter.

Die politische Weltlage kann man auch nicht so einfach verdrängen. Gedanken über Gaspreise, Frieden, etc können einen schon mürbe machen. Obwohl mir bewusst ist, dass wir (noch) auf hohem Niveau klagen.

Die Überführung von Fuffi von Oldenburg nach Hooksiel war sehr spannend. Wir brauchten zwei Wochenenden dafür und haben wieder mal viel dazu gelernt 🙂

Dann fand uns Swantje und das Chaos in unserem Leben blieb noch etwas! Swantje ist eine Emka 29-Fuß-Schönheit und wird die Slocum ersetzen. Nun hieß es allerdings: Fuffi und Slocum verkaufen. Anzeige erstellen, Fragen beantworten und etwas Geduld haben, wann der echte Käufer dabei ist!

Auf jeden Fall bestanden wir auch die Praxis-Prüfung und haben nun den SKS.

Holger hat seine Arbeitsstelle verloren (aufgegeben? Wie soll man das formulieren, wenn der Chef plötzlich verstirbt?) Und nun muss er sehen, wie es weitergehen kann.

Mein lang ersehnter Jahresurlaub begann leider nicht an Bord der Swantje, sondern zu Hause mit Bootsverkauf und Eltern und Haus umsorgen.

Ich hoffe, die 2. Hälfte 2022 verläuft etwas gemäßigter.

Wir haben aber noch spannende Projekte vor uns: 2 Wochen auf Swantje, Segeln in der Bretagne im August, noch eine Woche Urlaub im September, Kramermarktsumzug mit dem OYC und so weiter 🙂

Reif für die Insel

Letzte Woche Donnerstag hatte ich einen Tag frei. Aber es gab weder Ruhe noch Erholung: Skipper-Training mit Gunnar in Bremerhaven war angesagt! Holger und ich fuhren mit dem Auto und dann waren wir mit Gunnar zu dritt auf der Orka, dem Ausbildungsschiff.

Es war heftig anstrengend und nach 6 Stunden war ich fix und fertig.

Auf dem Heimweg wurden wir, wegen gesperrter Straße, durch das schöne Butjadingen gejagt…

Am Freitag hatte ich direkt nach der Arbeit eine Verabredung mit Kollegen zum Grillen. Wir waren bei bestem Wetter und bester Laune in Varel unterwegs. Ich konnte das Gelernte vom Vortag geistig verarbeiten…

Samstag früh ging es für mich wieder nach BHV zum Training. Dieses Mal ohne Holger, mit drei anderen Seglern. Acht Stunden übten wir Manöver, Segel setzten, Etc. Die Mittagszeit verbrachten wir vor Anker auf der Weser, nice!

Abends kam Holger mit Swantje nach BHV. Nach einer kurzen Nacht (war so aufgeregt) gingen wir wieder auf die Orka.

Fünf Prüflinge und Gunnar fuhren durch die große Schleuse und übten nochmal Manöver…. Ich glaube Gunnar kamen nun wirklich Zweifel, ob diese Crew besteht!

Gegen 16:00 Uhr nahmen wir den Prüfer auf. Gott, war ich aufgeregt!!

Und: alle bestanden! Die Freude war groß!

Abends rasch wieder in die Heimat, Montag ging es früh raus zur Arbeit.

Jetzt bin ich aber mal urlaubsreif!

In der letzten Zeit zu viele Termine und Aufgaben…

Auf der Orka in der Schleuse

Ps: ich war so angestrengt am üben für die Prüfung, dass ich kaum Fotos gemacht habe!

Und noch ein Hinweis an mich selbst: Nein! Du machst keine Prüfungen mehr!!

Unser Törn nach Wangerooge mit Fuffi

Man könnte es auch Pleiten, Pech und Pannen-Tour nennen!

Geplant war eine Wattfahrt mit unserer Fuffi und der Mare mit B. N und M an Bord.

Wetter war genial und das Trockenfallen mit Fuffi und Mare war ein tolles Erlebnis!

Unser Motor fiel aus und wir mussten geschleppt werden. Segeln geht auf dem Prickenweg nur selten… Mare, unser Begleiter, verfing sich in der eigenen Ankerleine. Mit Ruhe und Verstand wurden diese Probleme gelöst 😉

Der Abend auf Wangerooge war schön und am nächsten Tag wurden wir den ganzen Weg zurück geschleppt.

Was habe ich auf diesem Törn gelernt:

– unter Zeitdruck (Schleuse, Verabredung zum gemeinsamen Törnstart) ist nie gut

– wenn das Boot länger nicht genutzt wurde noch mehr Zeit zur Vorbereitung einplanen

-Funkgerät laden und notfalls Batterien dabei haben (Handfunke)

– nicht zu viele Termine an einem Wochenende planen, auch wenn es zeitlich passend aussieht

– ein 5PS Außenborder reicht NICHT für eine Wattfahrt bei 4-5 Bft, auch wenn das Boot klein ist

– zu viele Boote in unserem Eigentum (aber das ändern wir ja gerade)

Aber man kann einen Törn auch genießen, wenn nicht alles nach Plan läuft! Diese Fotos sprechen für sich:

Wochenend- Glück 05/22

Freitag wäre eigentlich Hochzeit gewesen, aber Corona… Somit entspannter Start ins Wochenende für mich. Spontan noch einen Termin bei der Physio erhalten. Und dann viel erledigt in Haus und Garten, was so anfällt.

Samstag bei bestem Wetter nach Hooksiel gestartet. Leider kann man zum Boot nur mit dem Auto, nicht mit den Öffis. Hooksiel viel Sonne, segeln, Boot, Leute treffen. Abends ESC geguckt, wie immer halt!

Sonntag ausgeschlafen wieder nach Hooksiel gefahren: Sonne, segeln, Manöver üben… Leute getroffen. Schön!

Fuffi und die große weite Weser

Die Hunte runter nach Elsfleth hat der kleine Motor super gemacht! Das Wetter war traumhaft sonnig aber sehr kalt. In Elsfleth sind wir nicht, wie üblich, an den Stadtanleger, sondern an den privaten Steg. Dort hat uns die nette Renate abgefangen und lockte uns in ihr warmes Haus. Bei ihr ist das Liegegeld zu zahlen. Für unsere Fuffi nur fünf Euro 🙂

Übrigens habe ich am Steg angelegt und habe Fuffi in eine ganz kleine Lücke geparkt 🙂

Leider gehört zu dem Steg keine Toilette, für uns Frauen ein Problem! Wir gingen zu Fuß zum Stadtanleger und wurden dort von zwei Folkeboot-Seglern auf ihr letztes Bier eingeladen. Mit den beiden Bremerhavenern kamen wir super ins Gespräch und es hätte ein langer Abend werden können, wäre es nicht so kalt gewesen!

Für die Nacht hatten wir Schlafsäcke, Decke und Wärmflasche.

Am nächsten Morgen gab es Frühstück in der Sonne und das Vorsegel wurde angeschlagen.

Fuffi fällt trocken

Gegen 14:30 Uhr legten wir ab, motorten durch das Sperrwerk und konnten auf der Weser Segel setzen. Das Folkeboot war uns etwas voraus und tat das gleiche. Mit einem neuen Boot zu segeln ist immer aufregend! Aber die Leinen sind alle ins Cockpit gelegt, was das Segel-Setzen erleichtert! Wir kreuzten gegen den Wind. Da die Tide uns noch entgegen lief, kamen wir allerdings kaum einen Kilometer weiter! Erst als der Strom mit uns lief, wurde es etwas besser… aber in der Weise wären wir erst um Mitternacht am Ziel!

Mit der Zeit hatten wir es wieder raus, wie wir am Besten die Aufgaben verteilen um effizient zu Arbeiten. Es machte richtig Spaß mit dem kleinen Boot quer über die Weser zu flitzen!

Es war kaum Schiffsverkehr, nur ein paar andere Segler…

Plötzlich bemerkte Holger, dass die Oberwanten sich aus den Salingen befreit hatten! Also Segel runter, Motor an.

Ab Brake wurde es ungemütlich. Wind gegen Strom ist immer Sch..ße!!

Fuffi hüpfte auf den Wellen und der kleine Motor kam an seine Grenzen. Ab Sandstedt wurde uns mulmig und wir wägten unsere Optionen ab. Nach Sandstedt rein? Wo war die Zufahrt? Nach Großensiel? Bis dahin war es noch ein Stück und man kann bei Niedrigwasser dort nicht rein! Alles zu wage für uns! Weiter ging es Richtung BHV. Holger steuerte dicht am Ufer zwischen den Buhnen, damit die Wellen uns nicht noch mehr bremsten! Endlich kam Nordenham und der Weserbogen. Vor Blexen, am Ochsenhals, noch mal Welle gegen Wind! Fuffi hopste einfach durch und wir erreichten die Schleuse. Dort wartete bereits ein Segler. Wir hatten die Schleuse angefunkt und wussten, dass sie bald öffnet. Plötzlich ging der Motor aus! Sprit leer!! Holger handelte schnell und füllte aus einem Kanister nach. Zum Glück war das nicht bei der Hoppelei auf der Weser passiert!!

Nach ein wenig Schleusenkino (zum Glück waren wir nicht die Darsteller), fanden wir eine freie Box und… trafen den Steg! Holger legt manchmal so an, ich muss das auch mal üben!

Schleuse Bremerhaven

Zum Aufwärmen und für die erste warme Mahlzeit des Tages ging es in das Bistro im Jaich. Dort war Anschippern, sehr gemütlich!

Ab in die Koje!

Und was Sonntag passierte, erzähle ich im nächsten Beitrag!

Auf große Fahrt mit Fuffi

Mein kleines Boot schwimmt, Mast ist gestellt und Segel angeschlagen.

Jetzt geht das kleine Boot auf seine „große Fahrt“ auf seinen Sommerliegeplatz nach Hooksiel.

Wir sind etwas aufgeregt… erst mal müssen wir die Hunte längs motoren. Wird der Motor durchhalten?

Außerdem ist es doch recht kalt zur Zeit und Wind soll aus der „falschen Richtung“ für uns Segler kommen.

Ihr werdet hier lesen, wie der erste Teil der Strecke verlaufen ist 😉

Ps: vor einem Jahr sind der beste Ehemann und ich (fast auf den Tag genau) aufgebrochen zu unserer 5 monatigen Auszeit. Nachzulesen hier:www.sy-Slocum.de

So kann es gehen!

Eine App, mit der wir (der Ehemann und ich) immer gerne unsere Törns planen, hatte nach einem Update, die Tide in Oldenburg nicht mehr angezeigt!

Das ist insofern schlecht, da man hier immer den Start eines Törns mit ablaufendem Wasser plant. Das hat diverse Gründe…

Andere (besonders Motorboot- Fahrer) nutzten den Tiden-Service dieser App ebenfalls zur Planung, denn bei niedrigem Wasserstand passt das Schiff ohne Probleme unter den Straßenbrücken durch. Also schon eine nicht unwichtige Information!

Also schrieb ich die App- Betreiber an, mit dem Hinweis der häufigen Nutzung durch uns Wassersportler.

Ich bekam auch schnell eine nette Antwort: „ Früher haben wir Tideninformationen für deinem Ort angezeigt, obwohl der Ort nicht direkt an der Küste lag. Wir haben uns daher entschlossen, nur für Orte direkt an der Küste Tidenvorhersagen anzuzeigen.“

Und weiter unten: „Dein von dir genannter Aspekt bezüglich des Tidenhubs und der Brückendurchfahrten ist sehr interessant. Ich leite dieses Feedback an die Verantwortlichen weiter und stelle eine Wiedereinführung der Tiden für Oldenburg zur Diskussion.“

Was soll ich sagen: mit dem nächsten Update waren die Tide- Zeiten wieder da!

Geht doch! Und: danke!

Erste Kohlfahrt der Saison

Unser Segel-Verein macht immer schon Ende Oktober/Anfang November seine Kohlfahrt. Dann sind manche Boote noch im Wasser und selbstverständlich findet diese Kohlfahrt (zumindest teilweise) auf dem Wasser statt.

Dieses mal waren leider wieder nicht so viele Boote dabei, um genau zu sein war es nur eines.

Morgens um 9:00 Uhr trafen sich die ganz harten Feier-Experten auf dem Steg.
Mit Juri seinem schicken Boot durften ca 20 Party-Gänger den Weg zum Steg im Stadthafen zurück legen.

Dort gab es ein leckeres Frühstück, erstmal mit Kaffee und Tee.

Gegen Mittag ploppten die ersten Bier- und Sektflaschen auf. Die Fahrt ging zurück über Hunte und Küstenkanal zum Bootshaus am Buschhagen.

Dort warteten bereits die anderen, nicht so hart gesottenen Party-Gäste und man versammelte sich im Vereinsheim zum Schlemmen.

Das Essen war hervorragend, das neue Kohlpaar war reizend!

Ein schöner Tag!