8 Tage segeln

Hui, wie schnell die Zeit vergeht!

Jetzt ist der Segel-Törn rund Ijselmeer und Texel auch schon wieder Geschichte…

Ich konnte ihn nur kurz zusammenfassen, da es so viel zu sehen, lernen, mitmachen gab! Bin noch ganz geflasht!

Das schönste war allerdings, dass der Ehemann überraschend ab Tag 6 dazu kam 🙂

Tag 1

Zuerst mal ging es holprig los. Johanna (Skipperin) und ich haben wohl unterschiedliche Definitionen vom „Beginn und Ende“ einer Reise. Also bin ich schon Freitag, nach einem Hinweis von Johanna, etwas überstürzt Richtung Flevo Marina aufgebrochen.

Der Hafen ist schön, Johanna und Frank trinken Bier… bis jetzt gut! Ich habe ein eigenes Bad😊 welch Luxus!

Tag 2

Samstag erst Proviant bunkern dann los Richtung Amsterdam.

Regen Wind und Welle!

Motort, da Wind exakt von vorne! Johannas erste Schleuse vom Ijselmeer ins Markermeer. Zum Glück bin ich ja schon ein kleiner Schleusen- Profi 😉

Durch Amsterdam auf eigenem Kiel (naja, Johannas Kiel), tolles Erlebnis!

Gegen 19:10 angekommen in Marina Amsterdam. Müssen uns erst noch einspielen als Mannschaft…

Wind heult, abends wird an Bord gekocht.

Markermeer

Ende Teil 1

 

Besuch bei den Nachbarn

Am Freitag war ein toller Törn geplant… leider sind Wind und Welle nicht immer so planbar… wir mussten unser Vorhanen abbrechen. Gefrustet schleusten wir zurück in das Hooksieler Binnentief. Aber: da waren doch Anja und Axel in der Nachbarbucht auf ihrem Boot! Also erst mal zu den beiden geschippert und quer vor der Kairos etwas unkonventionell angelegt zum übergestiegen. Herzlich wurden wir empfangen und auch ein wenig darüber hinweg getröstet, dass Spiekeroog weiter auf uns warten muss.

Bevor es dunkel wurde, sind wir aber doch zu unserer Box gefahren 😉

Der Tag, als ich im Bootsmannstuhl saß

Also laut meinem Ehemann habe ich mich bei der Aktion nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das sehe ich natürlich ganz anders 😉

Aber von vorne: beim Mast stellen haben wir mal wieder ein paar Strippen (fachmännisch: Fockfall und Leine für die Fockpersenning) vertüddelt. Seemännischer Bericht dazu hier nachzulesen.

Da ich nicht die Kraft habe den Ehemann in den Mast hoch zu ziehen, war klar, dass er mich hoch zieht. Unser Bootsmannstuhl ist ein robustes vertrauenswürdiges Teil. Also stieg ich ein, hakte das Groß-Fall ein und der Ehemann kurbelte mich per Winsch hoch. Erst mal nur ein Stück, denn das Drahtseil knackte merkwürdig unter meinem Gewicht! Aber mit Hilfe des Bootshakens konnte ich die Vertüddelung lösen und ich durfte wieder aufs Deck zurück! 😁 Insgesammt war ich vielleicht 2,50 M über dem Deck am Baumeln, war gar nicht schlimm😉

Frohe Ostern- Wir sind dann mal weg

Das Boot wird über Ostern an seinen Sommer-Liegeplatz gebracht 🙂

Und alle die jetzt wieder meckern, dass durch so einen Beitrag die Einbrecher zu uns nach Hause gelockt werde, denen sei gesagt:

Kommt ruhig her. Meine Schwester, mein Schwager, mein Sohn sind gastfreundliche Menschen.

Denn meine Schwester hat sich (um unsere Eltern zu besuchen) bei uns über Ostern eingenistet 🙂

Bremerhaven mit Auto und Rad

In Bremerhaven fand an diesem Wochenende die Messe „Klar Schiff“ statt.
Damit sich das ganze auch lohnt, war am Samstag Abend ein Stammtisch vom Segel-Forum in Bremerhaven verabredet.

Also wollten der Ehemann und ich unsere E-Bikes auf einen geliehenen Fahrradträger packen und mitnehmen. Aber wie das manchmal so ist bei geliehenen Sachen: die Räder passten nicht auf den Träger! Also Plan B: die Klappräder vom Boot eingepackt 🙂 Gut, wenn man immer noch eine Alternative hat.

Der Hintergrund der Fahrräder ist der: wir haben im Jugendgäste-Haus in Bremerhaven eine Übernachtung gebucht. Wir wollten Samstag Abend zu dem Stammtisch (und da auch Bier trinken) und Sonntag morgens gleich um 10:00 Uhr auf der Messe sein.
Daher konnten wir bequem mit Auto anreisen, im Jugendgästehaus einchecken, die Räder aufklappen, zum Stammtisch radeln 🙂

Zum Glück hat es weder auf der Hin- noch Rücktour geregnet!

Nach einer gemütlichen Nacht im JGH und einem guten Frühstück, sind wir dann pünktlich zum Tore-öffnen bei der Messe gewesen!

nachts im Jugendgäste-Haus

Die Messe ist klein, aber der maritime Flohmarkt am Sonntag sehr zu empfehlen. Es gab auf 2 Bühnen Vorträge aller Art. Wir haben uns für „Elektrik an Bord“ „neue Befahrensregeln im Watt“ und „Ankern im Watt“ entschieden. Sehr interessant! 

Nach 7 Stunden sind wir dann mal wieder raus aus der Messehalle. Es war wohl den ganzen Tag am regnen, somit hatten wir draußen nicht viel verpasst.

Ich hoffe, die Messe findet nächstes Jahr wieder statt und wir können wieder Radfahren in Bremerhaven 🙂

PS: ich habe sogar einen günstige Regenjacke gefunden, fürs Radfahren. Ich hoffe sie hält dicht!