Der Garten im April 2022

Erst wollte es nicht aufhören zu regnen (Schauer aller Art), dann hatten wir Corona.

Ich habe das Gefühl, als sei die Natur im März durch das warme Wetter sehr weit gewesen, aber Anfang April ist durch den Kälteeinbruch nicht viel passiert.

Natürlich sprießt das Unkraut schon wieder zwischen den Steinen und in den Beeten…

Frosch-Leiter im alten Teich.

Der Ehemann will den Teich beseitigen und hat gute Pläne für den gewonnenen Platz. Aber dafür braucht es Zeit…

Was ist denn nur los?

Meinem Arbeitgeber reicht die Quarantäne-Bescheinigung nicht aus. Ich hätte Home-Office machen müssen, oder eine Krankschreibung vom Arzt vorlegen. Jetzt zieht mein AG mir die Stunden ab, obwohl ich krank und positiv zu Hause lag!

Brennt denen der Helm?

Seit April wollte mein AG nicht mehr, dass die Leute im Homeoffice sitzen, es galt wieder Anwesenheitspflicht- finde den Fehler!

Mein AG hat massive Probleme neue Arbeitnehmer für in Rente- Gegangene zu finden. Wenn er so mit seinen Mitarbeitern umgeht, wundert mich das nicht. Jahrelang wurde versäumt Nachwuchs selber auszubilden…

Wir mussten vor einigen Wochen unsere Büros räumen und zusammenrücken. Angeblicher Mehrbedarf in einer anderen Abteilung. Jetzt stehen unsere Büros seit unserem Auszug leer! Unverschämt!

Das papierlose Büro wird seit Jahren nach Außen propagiert. In meiner Abteilung? Fehlanzeige! Mal ein neuer Schreibtischstuhl? Waaas? Der alte ist doch erst 10 Jahre alt!

Warum ich noch da arbeite? Ich bin Beamtin, habe also defakto nichts gelernt 🙁

Corona ist nicht zu empfehlen

Heute muss ich das erste mal wieder arbeiten, nach meiner Corona-Infektion.
Ich bin negativ und habe keine Symptome mehr, außer einer bleiernen Müdigkeit! Alles ist anstrengend…

Habe einige Termine in dieser Woche gecancelt, um mich nach der Arbeit einfach weiter zu schonen 🙁

Unsere Waschmaschine ist kaputt, unsere Boote warten und der Garten…

Passt auf euch auf und tragt weiter Maske!

Positiv

Ha, jetzt hat es uns erwischt. Erst den Mann und den Sohn, zwei Tage später mich. Kurioser Weise zeigte Schnelltest und Test im Testzentrum weiter brav „negativ“. Dank meines klugen Arztes wurde ein PCR-Test ohne Probleme gemacht, da ich die gleichen Symptome hatte wie der Ehemann. Die beiden Tage zwischen Infektion Familie und meiner sollte ich noch bei der Arbeit erscheinen, obwohl klar war, dass es mich erwischen wird. Blöd gedacht vom Arbeitgeber, so reißt man natürlich möglichst viele mit rein.

Leider haben wir fiese Symptome, also nicht so spaßig.

Getroffen genau zu Ostern! Schönstes Segelwetter und vier freie Tage…

Könnte gerade kotzen!

Überführungstörn der Blue Cruise

Im Schneeregen zum Bahnhof… 2 der anderen Törnteilnehmer am Bahnhof getroffen. Wir hatten uns vorher via Signal- Gruppe verabredet für die gemeinsame Anreise. In Groningen kam der Schienen- Ersatzverkehr nicht.

Wir standen frierend im Schneetreiben. Eine Stunde später als geplant sind wir doch im kalten Lelystad angekommen. Taxi genommen, weil alle gefroren haben. Nach dem Einrichten in der Kajüte sind wir im Hafen-Lokal lecker essen gegangen. Der kurze Weg über den dunklen war stürmisch! Nachts stürmte es heftig weiter!

Tag 2

Morgens noch sehr windig. Es wurde ein langer Schlag über das stürmisch Ijsselmeer nach Makkum. Viel Wind, arsch kalt.

Makkum sieht schön aus, aber wir sehn nicht viel, kommen erst mit Sonnenuntergang an. Der allerdings sehr idyllisch ist. Nachts schläft der Wind fast ein.

Vor dem Start in Lelystad gab es noch „Verwicklungen“
Sonnenuntergang vor Makkum

Tag 3

Morgens scheint die Sonne, kaum Wind. Ein schöner Hafen, tolles Toilettenhaus, netter Hafenmeister. Holger und ich wollen auf jeden Fall noch mal herkommen!

Makkum am Morgen

Alle Törnteilnehmer sind etwas nervös, weil wir die Nacht durchfahren wollen. Erst wird getankt, es wird wieder viel später als geplant. An der Schleuse Kornwerderzand wartet mit uns ein Plattbodenschiff. Der hat sein Boot im Griff und wartet quasi auf der Stelle. Holger ist am Ruder und fährt souverän in die Schleuse, als diese grün zeigt. Nach der Schleuse liegt vor uns die schöne Waddensee. Im relativ ruhigem Fahrwasser geht’s erst mal nach Harlingen. Dort legen wir kurz an, essen eine Kleinigkeit und ruhen kurz. Dann geht es zwischen Terschelling und Vlieland (Vliestrom) nach draußen auf die Nordsee. Wir sehen sogar Seehunde 🙂

Waddenzee

Es ist kalt aber zum Glück regnet es nicht.

Wir segeln in die Dunkelheit hinein. Ich hab Hunger und mir ist dauer-kalt, obwohl ich 5 Schichten Kleidung trage. Ich habe mich gegen Segel-Kleidung entschieden und für Ski-Klamotten. Holger ist mit seiner Ski- Hose zufrieden, sie war ein Weihnachtsgeschenk 😉

Ich übernehme gerne mit Frank die letzte Wache zum Sonnenaufgang. Aber wie ich bei dem Geschaukel und der Kälte schlafen soll, ist mir ein Rätsel!

Gegen 20:00 Uhr fängt Holgers Wache an, gemeinsam mit Anne. Ich versuche zu schlafen, lege mich quer in die Koje, damit ich nicht durch die Wellen hin und her rolle. Trotz Wolldecke und beiden Schlafsäcken, frieren mir gefühlt die Füße ab!

Dann kommt meine Schicht, ich will nicht aufstehen! Im Boot sind es 5 Grad. Zum Sonnenaufgang wird es gewöhnlich noch ein paar Grad kälter… Frank sitzt tapfer bei mir an Deck, obwohl es ihm schon den zweiten Tag nicht gut geht.

Unsere Schicht ist unspektakuläre, obwohl wir die Ems passieren.

Tag 4

Als unsere Schicht vorbei ist, geht Frank schlafen, nur mich löst keiner ab- absolute Ruhe im Schiff und ein Sonnenaufgang für mich 🙂 dann kommt Anne und wir wachen, bis die anderen wieder ansprechbar sind.

Sonnenaufgang vor der Ems-Mündung

Plötzlich haben wir unangenehme Kreuzsee und mir wird übel. Kalt ist mir auch… aber die Sonne scheint! Es dauert noch weitere 4 Stunden, bis wir endlich durch den Schluchter Norderney anlaufen. Die Sonne scheint, wir sind das 2.Sportboot im Hafen!

Nach einem Anlegebier geht’s zum Hafenmeister. Der ist super nett und hilfsbereit. Die Stege liegen erst seit gestern im Hafen, erklärt er uns. Wir freuen uns alle auf eine Dusche.

Beim Anlege-Bier erzählen die anderen von ihren Wachen, von plötzlichen Winddrehern und Flauten, Eisregen… da hatten Frank und ich wohl Glück!

Am Nachmittag laufen wir zu Fuß an die Nordseite der Insel. In der Milchbar wird der Sonnenuntergang bewundert und der Abend klingt an Bord aus.

Tag 5

Ausschlafen, leichtes Urlaubs- Feeling, draußen stürmt es.

Plötzlich klopft es an Bord! Der Klabautermann? Nee! Der Hafenmeister, unsere Fender sind verrutscht! Scheiße! Schrammen am Rumpf. Die schwere Blue Cruise lehnt sich an den Steg. Nur mit vereinten Kräften können wir die Fender wieder an ihren Platz bringen.

Jetzt erst mal Frühstück und den Schreck verdauen…

Draußen stürmt es bis zum späten Nachmittag. Als der Regen nachlässt, spazieren Holger, Frank und ich zum Edeka. Durchgefroren zurück auf dem Schiff, wird gekocht.

Tag 6

Um 4:30 aufgestanden, gut gefrühstückt und um 6:00 Uhr im ersten Tageslicht abgelegt. Das ist immer wieder schön den Tag so zu beginnen!

Wenn man den Hafen Norderney verlässt, ist man erst mal im ruhigen Watt. Dann sucht man die Tonnen, um durch den Schluchter (GATT) das weite Meer zu erreichen. Das war wieder eine aufregende Sache mit viel Wind und Welle. In der Spitze erreichten die Wellen 3 Meter! Erst bei Baltrum wird es ruhiger mit achterlichen Wind und langer Dünung. Frank geht es wieder schlecht.

Das Wetter ist erst nett zu uns, 4bft und Wolken, nur ab und an leichter Regen/Niesel ein paar Minuten. Als wir in die Jade abbiegen, sieht man in der blauen Ballje die Wellen toben. Mit Wind von Stb hört man die Brandung.

Als wir auf Höhe Minsener Oog sind, hört man die Vögel von der Vogelschutz-Insel. Es ist so schön, wieder im Revier zu sein! Holger und ich suchen die Ansteuerungstonne für das Fahrwasser durchs Watt. Ganz klein zeigt sie sich quer ab. Wir freuen uns schon auf die bevorstehende Saison!

Dann ruft Johanna die Schleuse an. Wir dürfen kommen. Ganz allein geht es in die große Seeschleuse, wo sonst hauptsächlich die Marine-Schiffe durch gehen. Diese Seite von WHV kennen wir noch nicht mit dem Schiff (Vor 10 Jahren mal mit der Talassa dort gewesen, aber das zählt irgendwie nicht). Die KW-Brücke öffnet für uns, auch die hatte Johanna vorher angefunkt.

Dann geht es durch das große Becken auf den Ems-Jade-Kanal zu. Vor uns eine Baustelle mit einer Behelfsbrücke. Johanna ruft den Werft-Chef an, er sorgt für eine Öffnung, extra für uns. Bei der Werft angekommen, werden wir erst mal vom Steg weg gescheucht, man will noch kranen!?

Wir legen uns an eine hübsche Hutting 41. Dann gibts lecker Anlege-Bier an Deck, trotz Regen und Kälte. Wir sind jetzt harte Seebären!

Die Werft-Chefin kommt an Bord. Sie erklärt, dass wir wieder ablegen müssen, unter den Kran 🙂

Sie wollen ihre Hutting noch verholen…

Nach dem Umlegen laufen wir zum Historischen Bahnhof West. Dort gibt es ein Steakhaus. Lecker, gemütlich, nett und professionell.

Der Abend klingt an Bord aus.

Tag 7

Wir müssen noch mal das Boot verholen. Draußen mutet es herbstlich an… was auch sonst?

Wir schaffen ein gutes Anlege-Manöver und machen die Blue Cruise sturmsicher. Dann stehen Werft- Chef und BG Verkehr-Chef am Steg. Es wird palavert… endlich Frühstück!

Die Heimreise ist unspektakulär: Taxi, Schienen-Ersatz-Verkehr, Nordwestbahn, Bus.

Es war ein aufregender, super schöner Törn! Ich habe wieder viel gelernt und Zeit mit lieben Menschen verbracht. Wir wurden zu einer tollen Crew und der Spaß kam nicht zu kurz, trotz Anstrengung, Kälte und Spannung.

Es war ein tolles (ungeplantes) Schlecht-Wetter-Training

Der März 2022 war für mich…

Endlich wieder voller Termine!

• wir waren mit Color Line in Oslo! So schön 🙂

• angefangen haben wir mit einer schönen Kohlfahrt bei bestem Wetter!

• weiter ging es mit vielen Terminen zum SKS-lernen und sogar wieder Sbf-Schulung geben

• im Yachtclub geht das Vereinsleben wieder los: Haxenessen, Heringsessen, an den Booten wird gearbeitet…

• ich bin jetzt auch Mitglied bei Sail-Lollipop

• endlich fand Karate-Training wieder live statt

Der Garten im März 22

Seit Anfang März ist es trocken, zu trocken! wir haben die Hortensie geschnitten. Nachmittags gehe ich oft mit der Gießkanne ums Haus. Hortensie, Frühblüher und Rosen bekommen immer etwas Regentonnen-Wasser. Es hat seit drei Wochen nicht geregnet.

Ich habe ein wenig im Vorgarten aufgeräumt und neue Kräuter ins Beet gesetzt. Der Sohn hat mir geholfen und Rindenmulch verteilt.

Es gibt immer was zu tun und man ist im Garten nie fertig…

Vor der Haustür
Terrasse

Die Früh-Karotten, die ich ausgesät hatte, haben es irgendwie nicht geschafft… obwohl es ein neues Paket ist, merkwürdig…

Am letzten März-Wochenende hat es der Ehemann geschafft, den Teich zu leeren und die letzten zwei Fische zu fangen. Die beiden dürfen nun bei meiner Schwester im Teich weiterschwimmen.

Sonniges Wochenende genossen 03/22

Freitag auf der Arbeit den Stift um 12:30 Uhr fallen gelassen und pfeifend ins Wochenende gestartet 🙂

Erst mal mit der Familie Mittag gegessen, Mittagsschlaf zelebriert und rumgerödelt.

Dann ging es mit dem Rad zum Heringsessen im Yachtclub. Wir waren zwar wenige, aber es war lustig!

Am Samstag schien wieder die Sonne. Wir frühstückten ausgiebig und während ich nochmal schlafen gegangen bin, hat der Ehemann die Terrasse aus den Winterschlaf geholt.

Nachdem ich mich dann doch entschied endgültig aufzustehen, wurschtelte ich auch noch im Garten rum. So schönes Wetter!

Abends radelten wir zu Freunden, wieder ein sehr schöner Abend…

Sonntag, man glaubt es kaum, schien wieder die Sonne! Da es aber sehr windig war, entschieden wir uns für den maritimen Flohmarkt im Kulturbahnhof in Vegesack. Das war eine kluge Entscheidung, denn dort schnackten wir mit vielen Gleichgesinnten und vielleicht ergibt sich jetzt doch die Möglichkeit für mich auf einer Bavaria mitzusegeln.

Weil wir Schwester und Schwager auf dem Flohmarkt trafen, suchten wir eine Möglichkeit, zum Kaffeesieren einzukehren. Leider nicht so einfach, denn Vegesack bietet da quasi nix! Wir fuhren also nach Elsfleth, aber da war das einzige geöffnete Café proppenvoll!

Also fuhren wir nach Hause und tranken dort zusammen Tee (und Kaffee). Danach gab es eine Zoom- Schaltung mit der Crew, mit der wir nächste Woche segeln werden- ich freu mich schon riesig!

So ein sonniges und Kontakt-reiches Wochenende liebe ich! Zu Hause habe ich zwar nicht so viel geschafft wie gedacht, aber egal…

Und das schöne: am Montag ist der Corona-Test (noch) negativ!

Holger vor dem Vegesacker Kulturbahnhof