Fuffi und die große weite Weser

Die Hunte runter nach Elsfleth hat der kleine Motor super gemacht! Das Wetter war traumhaft sonnig aber sehr kalt. In Elsfleth sind wir nicht, wie üblich, an den Stadtanleger, sondern an den privaten Steg. Dort hat uns die nette Renate abgefangen und lockte uns in ihr warmes Haus. Bei ihr ist das Liegegeld zu zahlen. Für unsere Fuffi nur fünf Euro 🙂

Übrigens habe ich am Steg angelegt und habe Fuffi in eine ganz kleine Lücke geparkt 🙂

Leider gehört zu dem Steg keine Toilette, für uns Frauen ein Problem! Wir gingen zu Fuß zum Stadtanleger und wurden dort von zwei Folkeboot-Seglern auf ihr letztes Bier eingeladen. Mit den beiden Bremerhavenern kamen wir super ins Gespräch und es hätte ein langer Abend werden können, wäre es nicht so kalt gewesen!

Für die Nacht hatten wir Schlafsäcke, Decke und Wärmflasche.

Am nächsten Morgen gab es Frühstück in der Sonne und das Vorsegel wurde angeschlagen.

Fuffi fällt trocken

Gegen 14:30 Uhr legten wir ab, motorten durch das Sperrwerk und konnten auf der Weser Segel setzen. Das Folkeboot war uns etwas voraus und tat das gleiche. Mit einem neuen Boot zu segeln ist immer aufregend! Aber die Leinen sind alle ins Cockpit gelegt, was das Segel-Setzen erleichtert! Wir kreuzten gegen den Wind. Da die Tide uns noch entgegen lief, kamen wir allerdings kaum einen Kilometer weiter! Erst als der Strom mit uns lief, wurde es etwas besser… aber in der Weise wären wir erst um Mitternacht am Ziel!

Mit der Zeit hatten wir es wieder raus, wie wir am Besten die Aufgaben verteilen um effizient zu Arbeiten. Es machte richtig Spaß mit dem kleinen Boot quer über die Weser zu flitzen!

Es war kaum Schiffsverkehr, nur ein paar andere Segler…

Plötzlich bemerkte Holger, dass die Oberwanten sich aus den Salingen befreit hatten! Also Segel runter, Motor an.

Ab Brake wurde es ungemütlich. Wind gegen Strom ist immer Sch..ße!!

Fuffi hüpfte auf den Wellen und der kleine Motor kam an seine Grenzen. Ab Sandstedt wurde uns mulmig und wir wägten unsere Optionen ab. Nach Sandstedt rein? Wo war die Zufahrt? Nach Großensiel? Bis dahin war es noch ein Stück und man kann bei Niedrigwasser dort nicht rein! Alles zu wage für uns! Weiter ging es Richtung BHV. Holger steuerte dicht am Ufer zwischen den Buhnen, damit die Wellen uns nicht noch mehr bremsten! Endlich kam Nordenham und der Weserbogen. Vor Blexen, am Ochsenhals, noch mal Welle gegen Wind! Fuffi hopste einfach durch und wir erreichten die Schleuse. Dort wartete bereits ein Segler. Wir hatten die Schleuse angefunkt und wussten, dass sie bald öffnet. Plötzlich ging der Motor aus! Sprit leer!! Holger handelte schnell und füllte aus einem Kanister nach. Zum Glück war das nicht bei der Hoppelei auf der Weser passiert!!

Nach ein wenig Schleusenkino (zum Glück waren wir nicht die Darsteller), fanden wir eine freie Box und… trafen den Steg! Holger legt manchmal so an, ich muss das auch mal üben!

Schleuse Bremerhaven

Zum Aufwärmen und für die erste warme Mahlzeit des Tages ging es in das Bistro im Jaich. Dort war Anschippern, sehr gemütlich!

Ab in die Koje!

Und was Sonntag passierte, erzähle ich im nächsten Beitrag!