Der Oktober war für mich:

sehr angenehm!

Meine Pläne von hier sind fast alle aufgegangen!

Nur die Abschlussfahrt vom Yachtclub fiel leider aus, bzw. wurde ersetzt durch ein Grillen am Steg. Das war sehr gesellig und tat richtig gut nach so langer Zeit!

Das Wiedersehen mit Familie und Freunden war sehr schön.

James Bond im Kino war okay.

Mein erster Arbeitstag nach 5 Monaten und 5 Tagen war irgendwie merkwürdig. Alle waren super nett. Mein Büro war geschmückt, weil ich in meiner Abwesenheit auch noch genullt habe.

Wieder einem „geregelten“ Leben nachzugehen, fällt dem Ehemann und mir echt schwer!

Das blöde Maske-tragen geht mir so auf die Nerven! Aber Ende des Monats steigen die Zahlen (Corona) um uns rum wieder stark an! Also geht es wohl noch nicht ohne?

Zum Glück bin ich durch unsere Auszeit (meistens) tiefen- entspannt! Meine Kollegen sind zum Teil so angespannt und genervt, ich stehe da oft neben und verstehe es nicht…

Der Garten konnte nur bedingt bearbeitet werden. Entweder keine Zeit oder Regen!

Nach drei Wochen waren wir dann ja noch mal zu Gast auf der Blue Cruise und konnten auf dem Ijsselmeer segeln. Das war sehr schön!

Kaffee in Urk

Zurück im Alltag?

Zuhause

Der beste Ehemann und ich hatten eine Auszeit unter Segeln in der Ostsee.

Es hat uns so gut gefallen, dass wir weiter segeln wollten. Durch den englischen Kanal, über die Biskaya bis ins Mittelmeer und noch weiter…

Aber: irgend etwas ist ja immer

Deswegen sind wir (wie geplant) wieder zu Hause

Nachlesen könnt ihr von unseren fünf Monaten hier:

www.sy-slocum.de

 

 

Halbzeit

Jetzt ist die Hälfte meiner Auszeit um.

Mein Fazit: das sollte jeder mal machen! Muss ja nicht mit dem Segelboot sein 😉

Da wir gerne Segeln und Reisen passt es bei uns.

Wir haben schon so viele Häfen angelaufen und noch bekommen wir sie alle auf Anhieb aufgezählt. Jeder Hafen, jede Stadt hatte etwas besonderes und alle ihren Reiz.

Unsere Lernkurve beim Segeln ist noch mal gestiegen.

Und ich hoffe, dass etwas von der Gelassenheit der Dänen auf mich abfärbt 🙂

Nachtrag: wir sind über 600 Seemeilen gesegelt, sowas geiles! 🙂

gaaanz langsam kommt jetzt doch die Vorfreude auf unsere Segel-Auszeit

Dies ist der Countdown-Zähler von meinem Handy.
Letztes Jahr im November waren wir auch schon mal soweit…

Am Freitag bekamen wir ein großes Paket mit Seekarten und Büchern geschickt. Am Wochenende davor erhielten wir von Freunden ein verspätetes SiHo-Geschenk: ein neuer Jan-Werner Dänemark.

Nun blättern wir ab und zu in den Büchern und gucken Berichte von der Ostsee in den Mediatheken.

Gaanz langsam können wir uns auf das neu gewählte Revier freuen.

Auf die Auszeit auf unserem Boot freuen wir uns sowieso.

Ein Wochenende wie ein kleiner Urlaub

Freitag Mittag mit dem Zug los und dann in Norddeich an Bord= schon erholt! Schlick und Wattgeruch, Wind und etwas Sonne… Drachen am Strand.

Ach, das war herrlich! Etwas Seegang, Segel raus und ganz dicht an Norderney vorbei. Längs der Insel wurde es ruhiger und der Wind kam ziemlich achterlich. Somit war er an Bord kaum zu spüren. Ein toller Tag zum Segeln! Vor Norderney lagen die Seehunde auf dem Strand. Soo viiiele❤️

Im Hafen auf Baltrum ging es dann ins Päckchen.

Am nächsten Tag war es windig, aber nicht kalt. Leider kam die Sonne nur selten raus. Wir haben uns ausgeschlafen! Abends haben wir trotz heftigem Wind den kurzen Schlag nach Langeoog gewagt. Endlich hatten wir den Wind mal aus der richtigen Richtung! Drei Wochen, im letzten Urlaub, kam er gefühlt immer aus der falschen Richtung! Nachts saßen wir in Decken gehüllt an Bord und sahen einen wunderschönen Sternenhimmel.

Der nächste Tag begrüßte uns mit einem herrlichen Sonnenaufgang.

Auf Grund der Tide konnten wir nur 12 Stunden auf der Insel bleiben. Mit der Flut schipperten wir früh am Tag das kurze Stück nach Bensersiel. Dort liegt man prima an Fingerstegen. Der Hafenmeister ist super nett (die Hafenmeister waren bisher alle sehr nett!).

Zwischendurch zeigte sich auch mal die Sonne, so dass es trotz Wind angenehm draußen war.

Mittags kamen uns Freunde besuchen. Wir haben mit ihnen Pommes und Kuchen gegessen. Sind durch den Hafen gebummelt und dann haben die beiden uns mit nach Hause genommen.

Das war ein kleiner Urlaub für uns! Vier Häfen an einem Wochenende 😃

Unser erstes Mal- Helgoland

Donnerstag brachte der Sohn uns nach einem verregneten Arbeitstag zum Boot nach WHV. Dort erwartete uns ein überraschend milder Abend und wir konnten uns gemütlich auf den Törn am nächsten Tag vorbereiten.

Freitag war es wolkenverhangen aber trocken. Vorsichtshalber banden wir wieder ein Reff ins Groß… 2 Std nach Hochwasser legten wir ab. Die Jade war relativ ruhig und wir mussten teilweise den Motor mitlaufen lassen wegen Flaute! Das Reff pulten wir dennoch nicht raus. Laut Vorhersage sollte noch viel mehr Wind kommen! Vor Wangerooge lagen Kreuzfahrtschiffe und Tanker im Dunst auf Reede. Das sah schon merkwürdig aus… Wir fuhren an der Tonne st vorbei, die jeder kennt, der den Sportbootführerschein hat. Dann passierten wir die 1. Elbetonne. Zwischendurch kam die Sonne raus. Die Segeljacke war nicht mehr nötig! Gemütlich wichen wir bei 5 Knoten Fahrt ein, zwei großen Pötten aus und dann tauchte der olle Felsen aus dem Dunst auf! Dieses Gefühl- unbeschreiblich!

Das Wetter blieb entgegen der Vorhersagen trocken. Die Nacht war etwas unruhig. Es wehte ganz gut und da wir an 5. Stelle im Päckchen lagen, schaukelten wir ganz gut hin und her.

An nächsten Morgen schien die Sonne. Der Ehemann blieb an Bord und machte klarschiff, während ich loszog und meiner Aufgabedes Proviant- Meisters nachkam😉 Nicht umsonst hieß Helgoland früher Schnaps-Insel. Das sollte man aber heute nicht mehr sagen… Ich lief zuerst an der Promenade lang, dann hoch ins Oberland. Zur Zeit blüht es so schön auf diesem roten Felsen! Mir wurde warm und ich konnte meine Tour im T- Schirt fortsetzen. Zurück an Bord wurde beschlossen, das wir Essen gehen wollen. Als wir wieder Richtung Centrum bummelten, bemerkten wir, dass die Fähren angelegt hatten. So viele Menschen! Schnell riefen wir im Restaurant Hansekogge an, um einen Tisch zu reservieren. Bei schönstem Sonnenschein, blauem Hinmel und angenehmen Temperaturen speisten wir mit Meerblick.

Dann wurde noch mal eingekauft (jetzt Brötchen und so). Die Sonne schien den ganzen Tag und als wir ins Bett gingen fing es zu regnen an.

Am Sonntag mussten wir zurück. Angesagt war Windstärke 5 in Böen 6 und Regen. Beim Verlassen des Hafens wurden wir durch die Dünung ganz schön durchgeschüttelt. Aber im Laufe des Tages wurde es besser. Wir hörten Revier- Funk und nun war die Rede von Gewitter- Böen in Stärke 7. Nicht so lustig!

Aber wir hatten Glück, es nieselte nur mal kurz 😃

Von Weitem sahen wir schon Hooksiel. Es ist immer wieder schön dort anzukommen!

Das war ein aufregendes Wochenende! Und mal wieder viel zu kurz!

Der nette Abschluss war, dass der zweite Sohn uns abgholt hat und wir noch lecker mit ihm essen gegangen sind in Hooksiel.

Hab ich ganz vergessen…

Das Pfingst- Wochenende haben wir auf unserem Boot verbracht. Es war so schön 😍

Als ich Montag- Abend unsere Ankunft beim Hafenbüro melden wollte, lief ich (noch ganz in Gedankeen bei dem herrlichen Segeltag) den laaaaangen Steg bis zum Bootshaus. Erst als ich das Schild am Eingang las: bitte nur mit Maske! fiel mir das ganze Corona- Ding wieder ein. Aber für die unglaublich schönen Stunden auf dem Wasser bin ich gerne den ganzen Weg noch mal gelaufen, um den Schnutenpulli zu holen😉