… das habe ich ja noch nie gehört

Diesen Satz (aus der Überschrift) kann ich mir oft anhören, wenn ich nach meinen Allergien/Unverträglichkeiten gefragt werde. Meist noch mit einem ungläubigen Unterton und Augenbrauen- Hochziehen gekoppelt. Als ob ich mich da versehen hätte?!

Wenn es als Standart beim Allergietest beim Arzt getestet wird, kann es nicht so selten auftreten!

Und nur weil man etwas nicht kennt, ist es nicht erfunden oder falsch oder…

Noch besser ist der Satz (in Zusammenhang mit meiner furchtbar trockenen Haut): man kann das ja eincremen.

Ach? Wirklich??

Ich habe das ja erst 50 Jahre, war mir nicht klar… ich könnte ja auch einfach nicht kratzen, dann würde es mir bestimmt besser gehen!

Das musste ich mal loswerden…

Wochenend- Glück 05/22

Freitag wäre eigentlich Hochzeit gewesen, aber Corona… Somit entspannter Start ins Wochenende für mich. Spontan noch einen Termin bei der Physio erhalten. Und dann viel erledigt in Haus und Garten, was so anfällt.

Samstag bei bestem Wetter nach Hooksiel gestartet. Leider kann man zum Boot nur mit dem Auto, nicht mit den Öffis. Hooksiel viel Sonne, segeln, Boot, Leute treffen. Abends ESC geguckt, wie immer halt!

Sonntag ausgeschlafen wieder nach Hooksiel gefahren: Sonne, segeln, Manöver üben… Leute getroffen. Schön!

Zwischenbericht

Also, das Brautpaar, welches 16 Tage vor dem Trautermin mit ihrer Einladung alle in Stress versetzt hat, ist nun wegen Corona in Quarantäne. Zum Glück wurde gleich ein Ausweichtermin gefunden. Das verschafft uns Gästen mehr Zeit.

Wir wünschen den beiden einen harmlosen Verlauf und schnelle Genesung!!

Fuffi (mein kleiner Segler) liegt ja nun auf seinem Somme-Liegeplatz in Hooksiel. Am letzten Wochenende hatten wir eine aufregende Fahrt, der beste Ehemann berichtet hier:https://schlickspur.de/2022/05/08/kleines-boot-auf-grosser-fahrt/

Hooksiel
Bremerhaven

Da wir nun drei Boote besitzen, müssen uns zwei wieder verlassen. Der Ehemann bereitet alles für den Verkauf vor, ich bin gespannt!

Ansonsten habe ich mein Amt als Festwart im Verein zur Verfügung gestellt und es gab spontan eine Nachfolgerin. Das hat mich sehr erleichtert!

Beim Seglerinnen-Stammtisch war es wieder sehr nett und kurzweilig. Wir Frauen sollten uns in viel mehr Bereichen so vernetzen!

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Fassungslos

Heute Morgen im Bad hatte ich Radio an und Nachrichten liefen.

Es wurde gesagt, dass Putin plant, in der besetzten, zerstörten, blutenden, rauchenden Stadt Mariupol eine Parade abhalten zu wollen! Zum Jahrestag zum Sieg über Nazi-Deutschland.

Das alleine ist schon so krank, dass ich es nicht glauben wollte. Aber dann kam ein Satz, den kann ich nicht vergessen: … aber zuerst müsste die Stadt gesäubert werden, von Schutt, Trümmern, Bombenresten und LEICHEN.

Bam! Das ist doch nicht zu fassen!

Sollte diese Nachricht stimmen, ist das wirklich das aller letzte ekelhafteste, was ein Machthaber im 21. Jahrhundert machen kann.

Ich bin sprachlos und entsetzt.

Ich habe keinen Lösungsvorschlag, kenne mich in dieser Welt nicht mehr aus. Es soll einfach wieder aufhören, bitte.

Fuffi und die große weite Weser

Die Hunte runter nach Elsfleth hat der kleine Motor super gemacht! Das Wetter war traumhaft sonnig aber sehr kalt. In Elsfleth sind wir nicht, wie üblich, an den Stadtanleger, sondern an den privaten Steg. Dort hat uns die nette Renate abgefangen und lockte uns in ihr warmes Haus. Bei ihr ist das Liegegeld zu zahlen. Für unsere Fuffi nur fünf Euro 🙂

Übrigens habe ich am Steg angelegt und habe Fuffi in eine ganz kleine Lücke geparkt 🙂

Leider gehört zu dem Steg keine Toilette, für uns Frauen ein Problem! Wir gingen zu Fuß zum Stadtanleger und wurden dort von zwei Folkeboot-Seglern auf ihr letztes Bier eingeladen. Mit den beiden Bremerhavenern kamen wir super ins Gespräch und es hätte ein langer Abend werden können, wäre es nicht so kalt gewesen!

Für die Nacht hatten wir Schlafsäcke, Decke und Wärmflasche.

Am nächsten Morgen gab es Frühstück in der Sonne und das Vorsegel wurde angeschlagen.

Fuffi fällt trocken

Gegen 14:30 Uhr legten wir ab, motorten durch das Sperrwerk und konnten auf der Weser Segel setzen. Das Folkeboot war uns etwas voraus und tat das gleiche. Mit einem neuen Boot zu segeln ist immer aufregend! Aber die Leinen sind alle ins Cockpit gelegt, was das Segel-Setzen erleichtert! Wir kreuzten gegen den Wind. Da die Tide uns noch entgegen lief, kamen wir allerdings kaum einen Kilometer weiter! Erst als der Strom mit uns lief, wurde es etwas besser… aber in der Weise wären wir erst um Mitternacht am Ziel!

Mit der Zeit hatten wir es wieder raus, wie wir am Besten die Aufgaben verteilen um effizient zu Arbeiten. Es machte richtig Spaß mit dem kleinen Boot quer über die Weser zu flitzen!

Es war kaum Schiffsverkehr, nur ein paar andere Segler…

Plötzlich bemerkte Holger, dass die Oberwanten sich aus den Salingen befreit hatten! Also Segel runter, Motor an.

Ab Brake wurde es ungemütlich. Wind gegen Strom ist immer Sch..ße!!

Fuffi hüpfte auf den Wellen und der kleine Motor kam an seine Grenzen. Ab Sandstedt wurde uns mulmig und wir wägten unsere Optionen ab. Nach Sandstedt rein? Wo war die Zufahrt? Nach Großensiel? Bis dahin war es noch ein Stück und man kann bei Niedrigwasser dort nicht rein! Alles zu wage für uns! Weiter ging es Richtung BHV. Holger steuerte dicht am Ufer zwischen den Buhnen, damit die Wellen uns nicht noch mehr bremsten! Endlich kam Nordenham und der Weserbogen. Vor Blexen, am Ochsenhals, noch mal Welle gegen Wind! Fuffi hopste einfach durch und wir erreichten die Schleuse. Dort wartete bereits ein Segler. Wir hatten die Schleuse angefunkt und wussten, dass sie bald öffnet. Plötzlich ging der Motor aus! Sprit leer!! Holger handelte schnell und füllte aus einem Kanister nach. Zum Glück war das nicht bei der Hoppelei auf der Weser passiert!!

Nach ein wenig Schleusenkino (zum Glück waren wir nicht die Darsteller), fanden wir eine freie Box und… trafen den Steg! Holger legt manchmal so an, ich muss das auch mal üben!

Schleuse Bremerhaven

Zum Aufwärmen und für die erste warme Mahlzeit des Tages ging es in das Bistro im Jaich. Dort war Anschippern, sehr gemütlich!

Ab in die Koje!

Und was Sonntag passierte, erzähle ich im nächsten Beitrag!

Der April 2022 war für mich

  1. Der erste Segeltörn der Saison war total cool. Im wahrsten Sinne des Wortes! Eine tolle Erfahrung, auch meiner eigenen Grenzen, merke: Saison Beginn erst für Ende April planen!
  2. Corona zu haben mit Symptomen ist scheiße
  3. Mein Fuffi ist bei uns angekommen
  4. Fuffi ist ins Wasser gekommen
  5. Holger und ich haben Theorie-Teil des SKS bestanden

Auf große Fahrt mit Fuffi

Mein kleines Boot schwimmt, Mast ist gestellt und Segel angeschlagen.

Jetzt geht das kleine Boot auf seine „große Fahrt“ auf seinen Sommerliegeplatz nach Hooksiel.

Wir sind etwas aufgeregt… erst mal müssen wir die Hunte längs motoren. Wird der Motor durchhalten?

Außerdem ist es doch recht kalt zur Zeit und Wind soll aus der „falschen Richtung“ für uns Segler kommen.

Ihr werdet hier lesen, wie der erste Teil der Strecke verlaufen ist 😉

Ps: vor einem Jahr sind der beste Ehemann und ich (fast auf den Tag genau) aufgebrochen zu unserer 5 monatigen Auszeit. Nachzulesen hier:www.sy-Slocum.de