Die Bootssaison geht zu Ende

Da bin ich doch echt froh, dass ich bei dem Mist- Wetter der letzten Tage nicht vor der Wahl stand, ob wir zum Boot fahren!
Hier hat es gestürmt und Unmengen geregnet…
Am Wochenende vor dem 3. Oktober sind diese Fotos entstanden:

Wir lagen mit unserer Slocum in Grohn an der Lesum.
Morgens sah es nach einem verregneten Vortag so schön romantisch und friedlich aus.
Als der Nebel sich verzogen hatten, segelten wir auf der Weser zurück nach Elsfleth.Davon habe ich kaum Fotos. Seit wir einen Segler haben und nicht mehr mit unserem Motorboot unterwegs sind, ist während der Fahrt einfach mehr zu tun. Es bleibt keine Zeit für schöne Fotos. Aber das ist es allemal Wert! 🙂

Wir haben unser Boot jetzt eine Saison und ich find´s klasse. Leider war der Sommer nicht so Segler-tauglich wie wir es uns gewünscht hätten.
Der Ehemann wird das gute Stück demnächst für den Winter klar machen und wir hoffen, dass die Zeit nicht zu lang wird, bis es wieder los gehen kann.

Einige Hartgesottene lassen ihr Boot das ganze Jahr im Wasser. Das haben wir mit unserer Pepino auch einmal gemacht. Aber die Pepino ist auch ein Motorboot, der Steuerstand war im Boot und konnte beheizt werden. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ich bei Kälte Lust habe zu segeln (wenn dann mal alle Bedingungen stimmen: Wind, kein Regen, etc). So warm kann ich mich gar nicht anziehen…

Es hat schon seinen Grund, warum es eine Saison gibt 😉


Ein geklauter Beitrag

Grohn 2017 – die krönende Abschlussfahrt

Am 30.09.2017 um 14:00 war an der Buschhagen-Halbinsel Treffen zur Abfahrt Richtung Grohn, das Ziel unserer jährlichen Abschlussfahrt. Einige Teilnehmer (u.a. die Segler) waren schon in Elsfleth, wo man auf die “Mobos” wartete, um gemeinsam die Weser gen Lesum hochzufahren. Gegen 16:30 wurden auch dort die Leinen losgeworfen und mit allen Booten fuhren wir mit geringer Marschfahrt (man nahm Rücksicht auf die Langsamsten) durch leider viel zu viel Regenschauer. Teilnehmende Boote waren: Die Harmonie, Verano, Zarah, Slocum, Kairos, Maran. Die Balu  kam nach und schloss sich mit seinem flotten Boot der Kolonne bald an, Marvin II  lag schon in Grohn. Mit an Bord waren natürlich auch Partner und Gäste.

Fahrt zum Sammeln in Elsfleth

Im “letzten Büchsenlicht” eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang im Zielhafen angekommen war es gar nicht so einfach, für alle einen Liegeplatz zu finden, denn Wetterbedingt waren viele Boote am Wochenende nicht rausgefahren und so war der Hafen recht voll. Dank Hochwasser durfte man sich erlauben, sinnig durch die Schlengelreihen zu fahren, um eine freie Box zu finden. In dem engen Hafenbecken konnte so mancher seine Manöverfähigkeiten verfeinern, um Hafenkino zu vermeiden.

Finde die „Balu“

Am Abend wollte man dem stürmischen Wetter trotzen und dennoch grillen. In Grohn gibt es eine geräumige Hütte am Steg, wo man trocken und warm sitzen kann. So machten erstmal alle klar Schiff und versuchten, Klamotten oder Tampen zu trocknen. Dann wurde eine weitere Sitzbank samt Tisch in die Hütte gezaubert, Kerzen aufgestellt und entzündet, einer feuerte den Grill an und auf wirklich heissen Kohlen wurde das reichlich mitgebrachte Fleisch zubereitet. Salate waren da, Brot und natürlich die ein oder andere Flasche Bier. Zum Anlass der gelungenen Abschlussfahrt hat unser “jüngstes” Vorstandsmitglied sogar eine Flasche besonderen Barcadi springen lassen (wollen). Leider war der so besonders übel schmeckend, dass man kurzerhand die ganze Flasche Rasmus gegönnt hat. Das konnte keiner ahnen und war auch nicht weiter von Belang, denn dursten musste keiner

Gemütlich und Unterhaltsam

Am nächsten, sehr sonnigen Morgen wurde die Hütte aufgeräumt, was Dank des zahlreichen Erscheinens der vier Männer auch zügig beendet war 😉
Die ersten fingen schon an, die Rückfahrt zu planen, denn das Wetter war einfach zu unbeständig und die relativ ungünstige Tide tat ihr übriges, als das man einfach Nonstop von Grohn über Elsfleth in die Hunte nach Oldenburg fahren konnte. Die Segelyachten Kairos und Slocum nutzten den sonnigen Tag samt schwachen aber böigem Wind, um kurzerhand gegen Mittag abzulegen und die Weser segelnd zu bereisen. Das spart Diesel und bringt Ruhe und Entspannung! Dem entsprechend trudelten die einzelnen Boote zu unterschiedlichen Zeiten oder gar Tagen in Oldenburg ein, jeder hat die für sich beste Rückreise gewählt und sich nicht hetzen lassen.
Am 03.10. waren auf jeden Fall wieder viele Skipper vereint, um eine kleine Abschlussfeier zu begehen. Dabei war wieder ein Highlight, dass der ein oder andere (bald jeder?) ein kleines Erlebnis der Saison berichten konnte. Von langen Fahrten quer durch Norddeutschland über Regatta-Berichte (Rund Wangeroog) über Schiffsbegegnungen von OYC-Mitgliedern “irgendwo”, Fernseh-Teams bis zu Maschinen-Ausfällen gab es einige unterhaltsame Anekdoten. Und das Essen war auch sehr lecker im Bootshaus!

Segeln auf der Weser-backbord voraus die Kairos

Das war doch ein gelungenes (langes) Wochenende!

geklaut von:

Holger Eckert

Grohn 2017 – die krönende Abschlussfahrt


Bomben-Stimmung auf der maritimen Woche Bremen

Auf dem Weg nach Bremen auf der Weser erreichte uns Freitag Nachmittag die Nachricht, Bremen und die Weser seien gesperrt auf Grund eines Bombenfundes!
Sowas… unglaublich! Wir sind weiter gefahren, denn zurück war keine Option. Auf der Weser kamen uns keine Schiffe mehr entgegen. Wir setzten erst mal das Großsegel. Trotz weing Wind brachte das etwas mehr an Fahrt.
Da unser Anleger vor der Stephanie- Brücke liegt, konnten wir ganz gemütlich anlegen. Auf Grund der Warnung waren kaum Schiffe dort.
Man denkt natürlich sofort an einen Anschlag bei den Worten „Bomben-Fund“, aber es war eine Flieger- Bombe aus dem 2. Weltkrieg, die auf einer Baustelle zu Tage kam.

Kurz vor Beginn der Schiffsparade wurde die Stephanie-Brücke gesperrt und die Leute auf den Booten wurden gebeten, während der Sprengung unter Deck zu bleiben. Wir mussten aber ja noch von unserem Steg auf die andere Seite der Weser zu unseren Freunden, auf deren Booten wir mitfahren wollten.An der Brücke wurden wir von der Polizei abgewiesen. Also weiter laufen und zur nächsten Brücke. Endlich die Weser überquert, war der Weg zum Anleger ebenfalls von Polizei abgeriegelt. Es hat einiges an Überredungskunst gebraucht, aber wir durften durch!
Am Steg war eine merkwürdige Stimmung. Auf den Straßen fuhren keine Autos, auch die Bahnstrecke war gesperrt. Eine Großstadt ohne Verkehr, auch mal schön…
Selbst auf der Weser fuhr kein Schiff, kein Boot.
Wir lauschten auf den Booten den Durchsagen am Funkgerät und warteten brav an Bord.
Erst gab es einen Knall und das hieß wohl, dass nun die Bergung/Sprengung los gehen sollte.
Alle blieben brav wo sie waren, von manchen Booten hörte man Musik… langsam ging die Sonne unter… Dann ein zweiter Knall und die erlösende Durchsage über Funk, dass die Lichter-Fahrt nun starten darf.
Da ging das Gewusel los, Leinen loswerfen und die Päckchen der Boote auflösen. Jeder suchte in der Parade seinen zugewiesenen Platz.
Dieses mal hatte ich keinen Fotoapparat dabei, Seegang und Bier, da wollte ich lieber nichts riskieren 🙂

Die Fahrt war super, mein Gastgeber (St Pauli) hatte sichtlich Spaß. Es sah echt beeindruckend aus, wie die Boote in der Dunkelheit (zum großen Teil sehr charmant geschmückt) auf der Weser bei langsamer Fahrt an der Schlachte vorbei zogen.
Besonders schön finde ich jedes Jahr, dass kleine und große Boote (gefühlt etwas chaotisch) auf der Weser rumfahren und alle aufeinander Rücksicht nehmen und aufpassen.
Das Anlegen in der Dunkelheit klappt auch jedes Jahr ohne nennenswerte Unfälle, weil alle mithelfen. Es ist gar nicht so einfach, bei dem Lichtermeer am Ufer seinen Steg wiederzufinden!

Als alle Boote wieder sicher am Anleger lagen gab es ein großartiges Feuerwerk.

Das Wetter spielte dieses Jahr auch wieder mit. Am nächsten Morgen haben wir ausgiebig gefrühstückt. Selbst unser Boot hatten wir etwas geschmückt:
Nachmittags fand eine weitere Schiffs-Parade statt. Ich durfte auf der Scalar mitfahren in lustiger Gesellschaft 🙂

Da jeder mal Hunger bekommt und Essen muss, wurde ein Skipper-Abend auf der Weserstolz angeboten. Dort gab es ein leckeres Buffet und Live-Musik auf dem Deck.

Alles in Allem kann man wieder sagen, dass die Leute von der LMB-Marina und CityInitiative Bremen eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben!

An unserem Anleger vom Yachtclub Bremen hat es uns auch gut gefallen. Wir sind freundlich aufgenommen worden und lagen dort etwas ruhiger als auf der anderen Uferseite 😉


Auf geht’s! Nach Bremen zur maritimen Woche 

Hier und hier könnt ihr nachlesen, wie es uns in den letzten zwei Jahren in Bremen bei der maritimen Woche gefallen hat.

Dieses Jahr wird es etwas anders. Da wir auf Grund des stehenden Mastes nicht zur LMB- Marina können (Brücke zu niedrig), liegen wir nun am Steg des Bremer Yachtclubs. Auf Grund der zu niedrigen Brücke können wir auch nicht mit dem eigenen Schiff an den Paraden teilnehmen und werden als Gäste auf anderen Schiffen mitfahren.

Ich werde berichten…


Urlaub im September

In den letzten zwei Jahren war es im September wettertechnisch noch sehr schön (siehe auch meine Beiträge hier im Blog). Also entschieden wir uns, in diesem Jahr noch eine Woche im September Urlaub zu nehmen. Schließlich wollten wir ja auch unser neues Boot weiter kennen lernen und auskosten…

Und es kam wie es kommen musste: dieses Jahr ist der September genauso sch***e wie der ganze Sommer!

Ich bin ja nicht so der Sonnen- Fanatiker und ab 27 Grad verfalle ich in slow- motion und sehne den kühlen Abend herbei. Würde auch nie Bade- Urlaub am Strand machen, aber dieser Sommer war doch echt mal nix!

Wenn ich mir vorstelle, dass jetzt wieder die kalte Jahreszeit beginnt, könnte ich heulen!

Aber gut, hilft ja nix: seit Samstag sind wir auf dem Boot und zumindest hat es aufgehört zu regnen 🙂

 

Nachtrag: seit Montag sind wir auf Grund der schlechten Wetterlage wieder zu Hause 🙁
Aber man kann ja auch zu hause schön urlauben…


Wangerooge aus einer anderen Perspektive

Auf Wangerooge waren wir schon ein paarmal.
Jetzt haben wir die Insel mal aus einer anderen Perspektive kennen gelernt:
In unserem Urlaub erreichte uns die Einladung auf die Insel, um dann auch an einer Regatta teil zu nehmen!
Was für reine aufregende Sache für uns!
Leider konnten wir nicht mit eigenem Boot anreisen. Unser Boot ist dafür zwar mehr als geeignet, aber der Skipper und ich (noch) nicht…
Also sind wir Freitag auf die Fähre und wurden am Hafen freudig empfangen. Es war sehr windig und ab und zu zogen dicke Wolken über den Himmel. Es ging gleich auf das Boot unserer Gastgeber. Da selbst ein grösseres Segelboot (9,50m) für 4 Erwachsene zum Schlafen doch etwas eng ist, hatten wir für die 2 Nächte ein Zimmer in der nahen Jugendherberge. Abends sind wir mit 2 Klapprädern gegen Wind und Sand zu unserer Unterkunft gestrampelt, zum Glück hat es nicht auch noch geregnet.

links der Westturm, in dem 2. Stock haben wir geschlafen

Am nächsten Morgen gab es Frühstück und dann ab an den Yachthafen. Dort hatte bereits die Steuermannsbesprechung stattgefunden. Der Wind hatte etwas nachgelassen, also konnte der Kurs der Regatta rund um die Insel führen.
Unserem Gastgeber war die Fahrt durch das Seegatt nicht angenehm bei den Windverhältnissen und er entschloss sich, nicht ganz rund um die Insel mit zu segeln.Ein weiteres Boot von unserem Verein war noch mit von der Partie und wir durften nun auf der „Butscher“ mitsegeln. Ein tolles Schiff und der Eigner ist gebürtiger Wangerooger.

Auf der Butscher

Die Sonne schien vom fast blauen Himmel, als die dreizehn teilnehmenden Boote ausliefen um sich an der Startlinie aufzustellen. Die Start- und Ziellinie bestand aus der Tonne T4 und dem Begleitschiff Fine.
Unsere „Butscher“ musste ein paar Wenden fahren, damit wir nicht vor dem Startschuss die Startlinie überfuhren.
Als endlich der Startschuss fiel, hielt sich das Feld der Teilnehmer im Watt nah beieinander. Wir sind südlich entlang der Insel und haben dann durch die Blaue Balje den ersten Wende-Punkt erreicht.
Um die Tonne B 6 gab es einen Kurswechsel und nun lag Wangerooge südlich entlang unserer Route. Vor der Insel war die See rauher und das Feld der Teilnehmer zog sich auseinander. Wir haben Lage geschoben und ich konnte mich auf die hohe Kante setzen und die Bein über Bord baumeln lassen. Ab und zu kamen dickere Wolken, die für etwas mehr Wind sorgten, was unseren Gastgeber natürlich freute. Die letzte Wendemarke war die Buhne H im Seegatt bei der es merklich schwieriger wurde. Die Wellen waren hoch (also für uns jedenfalls) und kamen nun mehr von der Seite.  Das alles war für unseren Gastgeber kein Problem, er kennt sich gut aus in dem Revier. Die Tonnen für die Fahrwasserbegrenzung haben die Männer lange vor mir gesehen, vielleicht sollte ich doch noch mal einen Sehtest machen? Von dem Teil der Route gibt es auch keine Fotos, denn ich musste mich festhalten 😉
Als wir durch das Seegatt durch waren wurde die See wieder etwas ruhiger und wir sahen die Ziellinie.
Als drittes Boot ging es durch die Zeitmessung!Die “ Butscher“ ist ein recht großes Schiff und da auch kleinere Boote und sogar ein Plattboden-Schiff mitgesegelt sind, gibt es am Ende einer Regatta immer eine Berechnung  mit der Yardstick-Zahl. Somit mussten wir bis zur Siegerehrung warten, ob es bei diesem Platz blieb.
Bei unserem Gastgeber an Bord gab es erst mal ein Brot und Kaffee.
Währen der gesamten Zeit seit unserer Ankunft lief uns immer wieder ein Kamera-Team vom NDR über den Weg. Der Hafenmeister wurde gefilmt, der Hausmeister der Jugendherberge wurde gefilmt und so sollte auch die Siegerehrung gefilmt werden.
Als es dann endlich soweit war, wurde während der Platzvergabe (am Hafenbecken in der Sonne) ein Segler vom Rettungsdienst in den Hafen geschleppt. Das war für das Fernseh-Team spannender und so wurde der Sieger unserer Regatta doch nicht zur Fernseh-Berühmtheit…Die „Butscher“ erhielt den dritten Platz und wir waren stolz wie Oskar, obwohl ich an dem Tag nur einen Fender rein geholt und dem Steuermann (noch ein Holger) eine Cola gereicht habe.
Am Sonntag hat uns die „Butscher“ dann mit zurück nach Harlesiel genommen. So brauchten wir nicht auf die langweilige Fähre.


Schöne Tage auf dem Boot

Donnerstag letzter Woche haben wir unser Boot voll gepackt und Freitag Mittag abgelegt Richtung Weser.
Die Fahrt ging ohne Segel, mit Motor.
Angekommen in Elsfleth war es regnerisch und sehr windig.An den folgenden Tagen war es immer noch regnerisch und windig, aber wenn die Sonne durch kam, konnte man (kurz) an den Strand und wir waren sogar mit den Füßen im Wasser.
Am Sonntag kam doch noch das schöne Wetter, aber auf Grund des Windes haben wir Anfänger uns nicht getraut, die Segel zu setzen.
Obwohl wir unser Boot noch nicht unter Segel gefahren sind, war es ein schöner Trip an die Weser.
Wir sind total erholt vom zeitlosen Bordleben. Haben lange geschlafen und gegessen wann und worauf wir gerade Lust hatten 🙂
Es war herrlich ruhig, wenige andere Bootsfahrer waren da (wohl abgeschreckt von den schlechten Wettervorhersagen). Ab und zu hörte man Möwen oder andere Seevögel und das Rauschen der Bäume durch den Wind.Auf dem Rückweg hatten wir auch noch Glück, die vorhergesagten Gewitter gab es auf unserem Weg nicht.

 


Erste Nacht auf der Slocum

Samstag haben wir unsere sieben Sachen gepackt und die Slocum bezogen. Meine Schwester und ihr Mann kamen auf einen Kaffee vorbei. Und abends gab es einen Schlummer-Trunk mit unserem Segler-Kamaeraden Michi.Geschlafen haben wir super, ist ja auch viel Platz an Bord 🙂

Am nächsten Morgen war es tierisch heiß, die Sonne brannte aufs Deck. Nach einem ausgiebigen Frühstück unter Deck sind wir zum „abkühlen“ nach Hause gefahren. Dort haben wir den Garten gewässert, gegessen und wieder Proviant gebunkert für die nächste Nacht an Bord.Zum Glück habe ich auf dem Dachboden noch einen uralten Windschutz vom Camping gefunden.
Der ist aus richtig gutem Leinenstoff und dient uns nun als Sonnenschutz auf dem Boot 🙂


Unsere Neue

Gestern ist unser neues Boot ins Wasser gekommen!
Das war schon aufregend, wir hatten den Motor an Land nicht testen können und der ist fürs Anlegen schon wichtig…
Viele waren gekommen um zu helfen, das war toll!
Gegen Abend war Hochwasser angesagt, so dass wir schon den ganzen Tag ein wenig aufgeregt dem Abend entgegen hibbelten 🙂
Das Slippen verlief erstaunlich problemlos.
Alle packten mit an und Boot und Trailer sind vom Voreigner top gepflegt worden, es sollte also eigentlich alles gut gehen.
Als das Schiff fast vom Trailer schwimmen wollte, schmiss der Ehemann den Motor an. Alle warteten gebannt am Ufer. Man hörte nix. Plötzlich sah man eine Rauchwolke (aber recht klein im Verhältnis zur Abgaswolke unseres alten Bootes) und dann kam der Kühlwasserstrahl aus dem Heck! Alles so wie es sollte, nur der Lärm des Motors fehlte irgenwie 🙂
Karl an der Winde fragte, ob der Ehemann nicht mal den Motor anlassen wolle? Er hatte von seiner Position weder Qualm noch Wasser gesehen 🙂
Dann schwamm die „Slocum“ komplett auf und der Ehemann steuerte sie erst rückwärts, dann vorwärts schön am Liegeplatz vorbei.
Eine Ehrenrunde durchs Hafenbecken ist immer schön (ein wenig hatte ich die Befürchtung er würde gleich durchfahren bis Elsfleth).


Zurück am Steg hat mein Kapitän das schönste Anlege-Manöver hingelegt und für unsere Freunde war erst mal „open-ship“ angesagt!
Zur Feier des Tages wurde am Steg Wurst gegrillt und das Boot ordentlich begossen 🙂


Wenn man als Einzige der Gruppe kentert 

Gestern Abend waren der Ehemann und ich mit einem Freund segeln, in kleinen Booten (Splash) 🙂 Olivier, ein Vereinskamerad, unterrichtet den Nachwuchs in Optimisten. Gestern hat er es mit uns versucht 🙂

Das Wetter war ok, viele Kiddies waren schnell mit ihren Optis im Wasser. Wir Erwachsen brauchten etwas länger…

Endlich das Boot im Wasser, stieg ich ein und Olivier erklärte mir noch einiges vom Steg aus, während er das Boot am Tau hielt. Plötzlich war ich weit ab vom Steg und auf mich allein gestellt! Wow!

Zuerst habe ich versucht den Optis aus dem Weg zu fahren- ich wollte keinen in Gafahr bringen!  Die erste Wende klappte hervorragend. Die weiteren mehr schlecht als recht…

Der große Ehemann saß etwas eingequetscht in seinem Boot. Olivier saß mit Michi (unserem dritten Mann) auf einem Boot mit Vorsegel(Teeny), kam näher und erklärte ein paar Dinge. Ich wollte es besonders gut machen mit der Wende, aber es kam anders!

Irgendwie habe ich alles falsch gemacht, das Boot neigte sich zu weit rüber und das Segel berührte die Wasseroberfläche. Natürlich kippte das Boot dann komplett und die Segel liefen voll Wasser… Ich rutschte von Bord und war komplett im See!

Olivier rief mir von seinem Boot aus zu, dass ich das Ding wieder aufrichten solle. Also schwamm ich zum Schwert und hängte mich ran- nichts passierte! Ich war zu leicht. Also hängte ich mich erneut ran und wippte auf und ab. Das Boot richtete sich plötzlich wieder auf. Jetzt sollte ich an Bord klettern. Hab ich ein Überlebenstraining gebucht? Hatten alle vergessen wie alt ich bereits bin? Egal, ich habs gemacht und war selber erstaunt, dass ich das alles ohne Jammern und Quengeln einfach gemacht habe 🙂

Michi musste mein Boot übernehmen, weil Olivier mit mir im 2er an den Steg wollte. Das hat Michi auch ohne weiteres getan. Wir beobachteten ihn bei seiner ersten Wende- gut gemacht! Bei der zweiten Wende legte sich das Boot wieder auf die Seite! Aber Michi war  vorbereitet! Wie ein Profi hangelte er sich auf die Seite zum Schwert und richtete das Boot wieder auf ohne nass zu werden! Respekt!

Schnell liefen wir zum Bootshaus, im Auto hatte ich Wechselklamotten. Aber wo war der Schlüssel? Michi hatte seine Wertsachen im Auto gelassen und den Schlüssel im Bootshaus irgendwo deponiert! Aber wo? Während ich duschte (peinlicher Weise in der Jungsdusche) suchten alle den Schlüssel!

Nach dem „Trockenlegen “ bin ich mit Olivier noch mal raus. Die beiden anderen blieben am Steg und holten die Boote wieder aus dem Wasser raus. Für mich war es ab da ein herrliches Feierabend- Segeln. Ich habe schon wieder viel gelernt 🙂