Boot und Fußball- WM unter einen Hut bekommen…

Am Freitag fuhren der Mann und ich zum Boot. Wettervorhersage war zwar nicht die Beste, aber meistens wird es ja besser als vorhergesagt…

Wir machten das Boot klar und sind raus aufs Hooksmeer um zu segeln. Da ist man ja gleich entspannt und voll im Wochenend- Modus 🙂

Abends dann spannenden Fußball auf unserem neuen DVBT- Fernseher geguckt!

Samstag frühstückten wir in Ruhe und legten dann ab um in der Nähe der kleinen Insel zu ankern. Und selbst dort funktionierte der Fernseher- sogar bei einem kurzen Schauer.

Sonntag fuhren wir am späten Vormittag wieder nach Hause. Dort gab es gemeinschaftliches Fußball- Gucken im Bootshaus.


Teil 2

Sonntag haben wir in Elsfleth die Masten gestellt und Segel angeschlagen.

Am Montag kam die nächste Etappe nach Bremerhaven. Nachts hatte es gewittert und gehagelt!

Bis mittags drehte der Wind günstig für uns, aber es sah ständig nach Regen aus.

Gegen 15:00 Uhr legten wir ab Richtung Schleuse. Das war keine große Sache, denn die Weser hatte fast Hochwasser. Draußen machten wir Fender und Leinen klar und zogen die Fock hoch. Bald könnten wir den Motor aus machen und hatten 3, bis 4,1 Knoten. Vor Brake war die Weser sehr kabbelig. Das Wasser rauschte am Bug der Slocum vorbei… Hinter der Fähre Sandstedt dann entschieden wir uns auch das Groß hoch zu ziehen. Jetzt segelten wir mit 7- Knoten. Ab und zu zeigte sich sogar die Sonne!

Leider ging die Fahrt nach 3,5 Stunden zu Ende. In Bremerhaven angekommen, holten wir die Segel ein und die Schleuse in den Neuen Hafen hatte schon geöffnet. Leider öffnete mit dem Schleusentor auch der Himmel seine Schleusen und es regnete wie aus Eimern und der Wind fühlte sich an wie Sturm! Wo kam das denn her? Hatten sie im Jaich das schlechte Wetter eingefangen? Anlegen gegen „Sturm“ und Regen muss. Man auch mal gemacht haben….


Ein weiterer Blog

Wie ihr vielleicht gesehen habt in meiner Blog-Link-Liste, gibt es nun auch einen eigenen Blog für unser Segelboot: sy-slocum.de 
Die Seite befindet sich noch im Aufbau (also bitte nachsichtig sein mit uns).
Dort werden die selben Beiträge erscheinen wie bei fraghasi in der Rubrik „Mein Mann, ein Boot und ich“ aber auch der Ehemann wird das eine oder andere Wort auf der Seite hinterlassen.


Endlich, ein Seminar!

Lange habe ich mich auf diesen Tag gefreut!
Dank einer lieben Bekannten wurde mir angeboten, an einem Seminar über terrestrische Navigation teilzunehmen.
Das Seminar fand statt im Bootshaus des SWE (Segelclub Weserstrand in Elsfleth). Das hat mich ja besonders gefreut, da wir im Sommer so fein dort am Steg gelegen haben…

Morgens um 8:25 Uhr bin ich in Oldenburg gestartet, zum Glück waren die Straßen Schnee-frei 🙂

An der Ampelkreuzung in Elsfleth traf ich auch auf Anja, meine liebe Bekannte. So konnten wir den Rest des (jetzt nur noch kurzen Weges) zusammen fahren 🙂

Am Yachthafen in Elsfleth kamen immer mehr Teilnehmerinnen an und wir brauchten den Seminarraum im ersten Stock des Bootshauses nicht zu suchen. Von dort oben hat man einen prima Blick auf den Hafen und die Fußgängerbrücke am Huntesperrwerk, die sich regelmäßig jede Stunde senkt um die Radfahrer (und Fußgänger) auf die andere Seite der Hunte zu lassen.

Diese Aufnahme zeigt die Huntesperrwerk-Brücke im Spätsommer im Nebel

Aber wegen dem tollen (zwischendurch sonnigen) Ausblick war ich ja nicht dort!

Der Referent Alexander von Perger unterrichtet in seinem Alltag Piloten in Sachen Navigation. Heute musste er sich nun 20 Frauen gegenüber stellen. Das hat er prima gemeistert und er hat das doch sehr mathe- und physiklastige Thema anschaulich und spannend rüber gebracht.

Mittagessen gab es bei unserem Lieblings-Italiener (auch Oldenburg hat keinen besseren) Cosimo. Er hat im Bootshaus des Vereins sein Restaurant „Da Cosimo“.

Nach der Pause ging es weiter und wir navigierten um Helgoland herum- leider nur auf unseren Karten…

Das Seminar hat noch mal das Erlernte aus dem Sportbootführerschein-Kursen aufgefrischt und weiter vertieft. Und so ein Tag unter Sportboot-Freunden verkürzt die Wartezeit auf die neue Saison 🙂

In 14 Tagen findet das nächste Seminar in Elsfleth statt, dann geht es um „Elektronik an Bord“ (auch wieder spezielle für Frauen).

 

 


Die Bootssaison geht zu Ende

Da bin ich doch echt froh, dass ich bei dem Mist- Wetter der letzten Tage nicht vor der Wahl stand, ob wir zum Boot fahren!
Hier hat es gestürmt und Unmengen geregnet…
Am Wochenende vor dem 3. Oktober sind diese Fotos entstanden:

Wir lagen mit unserer Slocum in Grohn an der Lesum.
Morgens sah es nach einem verregneten Vortag so schön romantisch und friedlich aus.
Als der Nebel sich verzogen hatten, segelten wir auf der Weser zurück nach Elsfleth.Davon habe ich kaum Fotos. Seit wir einen Segler haben und nicht mehr mit unserem Motorboot unterwegs sind, ist während der Fahrt einfach mehr zu tun. Es bleibt keine Zeit für schöne Fotos. Aber das ist es allemal Wert! 🙂

Wir haben unser Boot jetzt eine Saison und ich find´s klasse. Leider war der Sommer nicht so Segler-tauglich wie wir es uns gewünscht hätten.
Der Ehemann wird das gute Stück demnächst für den Winter klar machen und wir hoffen, dass die Zeit nicht zu lang wird, bis es wieder los gehen kann.

Einige Hartgesottene lassen ihr Boot das ganze Jahr im Wasser. Das haben wir mit unserer Pepino auch einmal gemacht. Aber die Pepino ist auch ein Motorboot, der Steuerstand war im Boot und konnte beheizt werden. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ich bei Kälte Lust habe zu segeln (wenn dann mal alle Bedingungen stimmen: Wind, kein Regen, etc). So warm kann ich mich gar nicht anziehen…

Es hat schon seinen Grund, warum es eine Saison gibt 😉


Ein geklauter Beitrag

Grohn 2017 – die krönende Abschlussfahrt

Am 30.09.2017 um 14:00 war an der Buschhagen-Halbinsel Treffen zur Abfahrt Richtung Grohn, das Ziel unserer jährlichen Abschlussfahrt. Einige Teilnehmer (u.a. die Segler) waren schon in Elsfleth, wo man auf die “Mobos” wartete, um gemeinsam die Weser gen Lesum hochzufahren. Gegen 16:30 wurden auch dort die Leinen losgeworfen und mit allen Booten fuhren wir mit geringer Marschfahrt (man nahm Rücksicht auf die Langsamsten) durch leider viel zu viel Regenschauer. Teilnehmende Boote waren: Die Harmonie, Verano, Zarah, Slocum, Kairos, Maran. Die Balu  kam nach und schloss sich mit seinem flotten Boot der Kolonne bald an, Marvin II  lag schon in Grohn. Mit an Bord waren natürlich auch Partner und Gäste.

Fahrt zum Sammeln in Elsfleth

Im “letzten Büchsenlicht” eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang im Zielhafen angekommen war es gar nicht so einfach, für alle einen Liegeplatz zu finden, denn Wetterbedingt waren viele Boote am Wochenende nicht rausgefahren und so war der Hafen recht voll. Dank Hochwasser durfte man sich erlauben, sinnig durch die Schlengelreihen zu fahren, um eine freie Box zu finden. In dem engen Hafenbecken konnte so mancher seine Manöverfähigkeiten verfeinern, um Hafenkino zu vermeiden.

Finde die „Balu“

Am Abend wollte man dem stürmischen Wetter trotzen und dennoch grillen. In Grohn gibt es eine geräumige Hütte am Steg, wo man trocken und warm sitzen kann. So machten erstmal alle klar Schiff und versuchten, Klamotten oder Tampen zu trocknen. Dann wurde eine weitere Sitzbank samt Tisch in die Hütte gezaubert, Kerzen aufgestellt und entzündet, einer feuerte den Grill an und auf wirklich heissen Kohlen wurde das reichlich mitgebrachte Fleisch zubereitet. Salate waren da, Brot und natürlich die ein oder andere Flasche Bier. Zum Anlass der gelungenen Abschlussfahrt hat unser “jüngstes” Vorstandsmitglied sogar eine Flasche besonderen Barcadi springen lassen (wollen). Leider war der so besonders übel schmeckend, dass man kurzerhand die ganze Flasche Rasmus gegönnt hat. Das konnte keiner ahnen und war auch nicht weiter von Belang, denn dursten musste keiner

Gemütlich und Unterhaltsam

Am nächsten, sehr sonnigen Morgen wurde die Hütte aufgeräumt, was Dank des zahlreichen Erscheinens der vier Männer auch zügig beendet war 😉
Die ersten fingen schon an, die Rückfahrt zu planen, denn das Wetter war einfach zu unbeständig und die relativ ungünstige Tide tat ihr übriges, als das man einfach Nonstop von Grohn über Elsfleth in die Hunte nach Oldenburg fahren konnte. Die Segelyachten Kairos und Slocum nutzten den sonnigen Tag samt schwachen aber böigem Wind, um kurzerhand gegen Mittag abzulegen und die Weser segelnd zu bereisen. Das spart Diesel und bringt Ruhe und Entspannung! Dem entsprechend trudelten die einzelnen Boote zu unterschiedlichen Zeiten oder gar Tagen in Oldenburg ein, jeder hat die für sich beste Rückreise gewählt und sich nicht hetzen lassen.
Am 03.10. waren auf jeden Fall wieder viele Skipper vereint, um eine kleine Abschlussfeier zu begehen. Dabei war wieder ein Highlight, dass der ein oder andere (bald jeder?) ein kleines Erlebnis der Saison berichten konnte. Von langen Fahrten quer durch Norddeutschland über Regatta-Berichte (Rund Wangeroog) über Schiffsbegegnungen von OYC-Mitgliedern “irgendwo”, Fernseh-Teams bis zu Maschinen-Ausfällen gab es einige unterhaltsame Anekdoten. Und das Essen war auch sehr lecker im Bootshaus!

Segeln auf der Weser-backbord voraus die Kairos

Das war doch ein gelungenes (langes) Wochenende!

geklaut von:

Holger Eckert

Grohn 2017 – die krönende Abschlussfahrt


Bomben-Stimmung auf der maritimen Woche Bremen

Auf dem Weg nach Bremen auf der Weser erreichte uns Freitag Nachmittag die Nachricht, Bremen und die Weser seien gesperrt auf Grund eines Bombenfundes!
Sowas… unglaublich! Wir sind weiter gefahren, denn zurück war keine Option. Auf der Weser kamen uns keine Schiffe mehr entgegen. Wir setzten erst mal das Großsegel. Trotz weing Wind brachte das etwas mehr an Fahrt.
Da unser Anleger vor der Stephanie- Brücke liegt, konnten wir ganz gemütlich anlegen. Auf Grund der Warnung waren kaum Schiffe dort.
Man denkt natürlich sofort an einen Anschlag bei den Worten „Bomben-Fund“, aber es war eine Flieger- Bombe aus dem 2. Weltkrieg, die auf einer Baustelle zu Tage kam.

Kurz vor Beginn der Schiffsparade wurde die Stephanie-Brücke gesperrt und die Leute auf den Booten wurden gebeten, während der Sprengung unter Deck zu bleiben. Wir mussten aber ja noch von unserem Steg auf die andere Seite der Weser zu unseren Freunden, auf deren Booten wir mitfahren wollten.An der Brücke wurden wir von der Polizei abgewiesen. Also weiter laufen und zur nächsten Brücke. Endlich die Weser überquert, war der Weg zum Anleger ebenfalls von Polizei abgeriegelt. Es hat einiges an Überredungskunst gebraucht, aber wir durften durch!
Am Steg war eine merkwürdige Stimmung. Auf den Straßen fuhren keine Autos, auch die Bahnstrecke war gesperrt. Eine Großstadt ohne Verkehr, auch mal schön…
Selbst auf der Weser fuhr kein Schiff, kein Boot.
Wir lauschten auf den Booten den Durchsagen am Funkgerät und warteten brav an Bord.
Erst gab es einen Knall und das hieß wohl, dass nun die Bergung/Sprengung los gehen sollte.
Alle blieben brav wo sie waren, von manchen Booten hörte man Musik… langsam ging die Sonne unter… Dann ein zweiter Knall und die erlösende Durchsage über Funk, dass die Lichter-Fahrt nun starten darf.
Da ging das Gewusel los, Leinen loswerfen und die Päckchen der Boote auflösen. Jeder suchte in der Parade seinen zugewiesenen Platz.
Dieses mal hatte ich keinen Fotoapparat dabei, Seegang und Bier, da wollte ich lieber nichts riskieren 🙂

Die Fahrt war super, mein Gastgeber (St Pauli) hatte sichtlich Spaß. Es sah echt beeindruckend aus, wie die Boote in der Dunkelheit (zum großen Teil sehr charmant geschmückt) auf der Weser bei langsamer Fahrt an der Schlachte vorbei zogen.
Besonders schön finde ich jedes Jahr, dass kleine und große Boote (gefühlt etwas chaotisch) auf der Weser rumfahren und alle aufeinander Rücksicht nehmen und aufpassen.
Das Anlegen in der Dunkelheit klappt auch jedes Jahr ohne nennenswerte Unfälle, weil alle mithelfen. Es ist gar nicht so einfach, bei dem Lichtermeer am Ufer seinen Steg wiederzufinden!

Als alle Boote wieder sicher am Anleger lagen gab es ein großartiges Feuerwerk.

Das Wetter spielte dieses Jahr auch wieder mit. Am nächsten Morgen haben wir ausgiebig gefrühstückt. Selbst unser Boot hatten wir etwas geschmückt:
Nachmittags fand eine weitere Schiffs-Parade statt. Ich durfte auf der Scalar mitfahren in lustiger Gesellschaft 🙂

Da jeder mal Hunger bekommt und Essen muss, wurde ein Skipper-Abend auf der Weserstolz angeboten. Dort gab es ein leckeres Buffet und Live-Musik auf dem Deck.

Alles in Allem kann man wieder sagen, dass die Leute von der LMB-Marina und CityInitiative Bremen eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben!

An unserem Anleger vom Yachtclub Bremen hat es uns auch gut gefallen. Wir sind freundlich aufgenommen worden und lagen dort etwas ruhiger als auf der anderen Uferseite 😉


Auf geht’s! Nach Bremen zur maritimen Woche 

Hier und hier könnt ihr nachlesen, wie es uns in den letzten zwei Jahren in Bremen bei der maritimen Woche gefallen hat.

Dieses Jahr wird es etwas anders. Da wir auf Grund des stehenden Mastes nicht zur LMB- Marina können (Brücke zu niedrig), liegen wir nun am Steg des Bremer Yachtclubs. Auf Grund der zu niedrigen Brücke können wir auch nicht mit dem eigenen Schiff an den Paraden teilnehmen und werden als Gäste auf anderen Schiffen mitfahren.

Ich werde berichten…


Urlaub im September

In den letzten zwei Jahren war es im September wettertechnisch noch sehr schön (siehe auch meine Beiträge hier im Blog). Also entschieden wir uns, in diesem Jahr noch eine Woche im September Urlaub zu nehmen. Schließlich wollten wir ja auch unser neues Boot weiter kennen lernen und auskosten…

Und es kam wie es kommen musste: dieses Jahr ist der September genauso sch***e wie der ganze Sommer!

Ich bin ja nicht so der Sonnen- Fanatiker und ab 27 Grad verfalle ich in slow- motion und sehne den kühlen Abend herbei. Würde auch nie Bade- Urlaub am Strand machen, aber dieser Sommer war doch echt mal nix!

Wenn ich mir vorstelle, dass jetzt wieder die kalte Jahreszeit beginnt, könnte ich heulen!

Aber gut, hilft ja nix: seit Samstag sind wir auf dem Boot und zumindest hat es aufgehört zu regnen 🙂

 

Nachtrag: seit Montag sind wir auf Grund der schlechten Wetterlage wieder zu Hause 🙁
Aber man kann ja auch zu hause schön urlauben…


Wangerooge aus einer anderen Perspektive

Auf Wangerooge waren wir schon ein paarmal.
Jetzt haben wir die Insel mal aus einer anderen Perspektive kennen gelernt:
In unserem Urlaub erreichte uns die Einladung auf die Insel, um dann auch an einer Regatta teil zu nehmen!
Was für reine aufregende Sache für uns!
Leider konnten wir nicht mit eigenem Boot anreisen. Unser Boot ist dafür zwar mehr als geeignet, aber der Skipper und ich (noch) nicht…
Also sind wir Freitag auf die Fähre und wurden am Hafen freudig empfangen. Es war sehr windig und ab und zu zogen dicke Wolken über den Himmel. Es ging gleich auf das Boot unserer Gastgeber. Da selbst ein grösseres Segelboot (9,50m) für 4 Erwachsene zum Schlafen doch etwas eng ist, hatten wir für die 2 Nächte ein Zimmer in der nahen Jugendherberge. Abends sind wir mit 2 Klapprädern gegen Wind und Sand zu unserer Unterkunft gestrampelt, zum Glück hat es nicht auch noch geregnet.

links der Westturm, in dem 2. Stock haben wir geschlafen

Am nächsten Morgen gab es Frühstück und dann ab an den Yachthafen. Dort hatte bereits die Steuermannsbesprechung stattgefunden. Der Wind hatte etwas nachgelassen, also konnte der Kurs der Regatta rund um die Insel führen.
Unserem Gastgeber war die Fahrt durch das Seegatt nicht angenehm bei den Windverhältnissen und er entschloss sich, nicht ganz rund um die Insel mit zu segeln.Ein weiteres Boot von unserem Verein war noch mit von der Partie und wir durften nun auf der „Butscher“ mitsegeln. Ein tolles Schiff und der Eigner ist gebürtiger Wangerooger.

Auf der Butscher

Die Sonne schien vom fast blauen Himmel, als die dreizehn teilnehmenden Boote ausliefen um sich an der Startlinie aufzustellen. Die Start- und Ziellinie bestand aus der Tonne T4 und dem Begleitschiff Fine.
Unsere „Butscher“ musste ein paar Wenden fahren, damit wir nicht vor dem Startschuss die Startlinie überfuhren.
Als endlich der Startschuss fiel, hielt sich das Feld der Teilnehmer im Watt nah beieinander. Wir sind südlich entlang der Insel und haben dann durch die Blaue Balje den ersten Wende-Punkt erreicht.
Um die Tonne B 6 gab es einen Kurswechsel und nun lag Wangerooge südlich entlang unserer Route. Vor der Insel war die See rauher und das Feld der Teilnehmer zog sich auseinander. Wir haben Lage geschoben und ich konnte mich auf die hohe Kante setzen und die Bein über Bord baumeln lassen. Ab und zu kamen dickere Wolken, die für etwas mehr Wind sorgten, was unseren Gastgeber natürlich freute. Die letzte Wendemarke war die Buhne H im Seegatt bei der es merklich schwieriger wurde. Die Wellen waren hoch (also für uns jedenfalls) und kamen nun mehr von der Seite.  Das alles war für unseren Gastgeber kein Problem, er kennt sich gut aus in dem Revier. Die Tonnen für die Fahrwasserbegrenzung haben die Männer lange vor mir gesehen, vielleicht sollte ich doch noch mal einen Sehtest machen? Von dem Teil der Route gibt es auch keine Fotos, denn ich musste mich festhalten 😉
Als wir durch das Seegatt durch waren wurde die See wieder etwas ruhiger und wir sahen die Ziellinie.
Als drittes Boot ging es durch die Zeitmessung!Die “ Butscher“ ist ein recht großes Schiff und da auch kleinere Boote und sogar ein Plattboden-Schiff mitgesegelt sind, gibt es am Ende einer Regatta immer eine Berechnung  mit der Yardstick-Zahl. Somit mussten wir bis zur Siegerehrung warten, ob es bei diesem Platz blieb.
Bei unserem Gastgeber an Bord gab es erst mal ein Brot und Kaffee.
Währen der gesamten Zeit seit unserer Ankunft lief uns immer wieder ein Kamera-Team vom NDR über den Weg. Der Hafenmeister wurde gefilmt, der Hausmeister der Jugendherberge wurde gefilmt und so sollte auch die Siegerehrung gefilmt werden.
Als es dann endlich soweit war, wurde während der Platzvergabe (am Hafenbecken in der Sonne) ein Segler vom Rettungsdienst in den Hafen geschleppt. Das war für das Fernseh-Team spannender und so wurde der Sieger unserer Regatta doch nicht zur Fernseh-Berühmtheit…Die „Butscher“ erhielt den dritten Platz und wir waren stolz wie Oskar, obwohl ich an dem Tag nur einen Fender rein geholt und dem Steuermann (noch ein Holger) eine Cola gereicht habe.
Am Sonntag hat uns die „Butscher“ dann mit zurück nach Harlesiel genommen. So brauchten wir nicht auf die langweilige Fähre.